Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Saab ohne Zukunft

Antrag auf Ende der Sanierung

Saab Produktion 2009 Foto: GM 50 Bilder

Der Autohersteller Saab steht kurz vor der Insolvenz. Wie das Unternehmen am Mittwoch (7.12.) im westschwedischen Trollhättan mitteilte, hat der von einem Gericht eingesetzte Zwangsverwalter Guy Lofalk den Abbruch des laufenden Sanierungsverfahrens mit Gläubigerschutz beantragt.

07.12.2011 dpa

Lofalk hatte seit Anfang der Woche öffentlich erklärt, dass er das "Ende des Weges" für erreicht halte, weil Saab über keine Mittel verfüge und es keine realistische Aussicht auf einen baldigen Neustart der Produktion gebe.

Chinesen bezahlen nicht

Saab kann in seinem Stammwerk Trollhättan seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden keine Autos mehr produzieren. Die Zusagen potenzieller chinesischer Investoren zur Überweisung von Mitteln für fällige Lohn- und Gehaltszahlungen sind Ende November erneut nicht eingehalten worden. Das Management um den bisherigen Eigner Victor Muller will weiter um ein Überleben mit Hilfe des chinesischen Autokonzerns Youngman kämpfen.
 
Am Dienstag verweigerte der US-Konzern General Motors (GM) als früherer Saab-Eigner erneut die dringend benötigten Lizenzen für den Neustart der Produktion mit Youngman als neuem Teileigner.
 
Unternehmenssprecherin Gunilla Gustavs sagte zur Aufgabe des Zwangsverwalters Lofalk gegen den erklärten Willen des Saab-Managements: "Er muss das tun, was seine Rolle verlangt." Muller arbeite dennoch "mit aller Kraft" an einer neuen Lösung unter Mitwirkung von Youngman. Der Niederländer hatte seine Strategie für ein Überleben in den letzten Wochen mehrfach geändert, dabei aber nie akut benötigte Kapitalhilfen flüssig machen können.
  
Muller muss innerhalb von sechs Tagen einen glaubwürdigen Geschäftsplan vor Gericht vorlegen. Andernfalls gilt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als sicher. Saab kann in seinem westschwedischen Stammwerk seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden keine Autos mehr produzieren.
 
Die 3.500 Beschäftigten haben noch keine Löhne und Gehälter für den Weihnachtsmonat bekommen. Die Zusagen potenzieller chinesischer Investoren zur Überweisung von Mitteln für fällige Lohn- und Gehaltszahlungen sind im  November erneut nicht eingehalten worden.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden