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Sachsen Classic 2009

Mit ein paar Bier zum Vorkriegsauto

Sachsen Classic 2009 Chevrolet Superior KK Foto: Kai Klauder 9 Bilder

"Ich habe das Auto vor über 20 Jahren in Christchurch in einem Sägewerk entdeckt, wo er Bretter transportierte. Nach ein paar Bier konnte ich dann den Besitzer dazu überreden, mir den alten Wagen zu verkaufen."

14.08.2009 Powered by

Wofür andere Spezialisten und viel Geld brauchen, klingt bei Heinz Lappert ganz einfach, neuseeländisch easy eben. Nach dem Kauf war der 1925er Chevrolet Superior KK rund sieben Monate auf hoher See unterwegs, bis er in Europa landete.

Der Superior KK ist ein naher Verwandter Kutsche

Die nötigen Reparaturen beschränkten sich im Wesentlichen auf das Dach und die Polster, die Heinz Lappert neu anfertigen ließ. Seitdem musste er nichts an seinem Auto machen. Es läuft und läuft. Die Gesamtfahrleistung lässt sich natürlich für die vergangenen 84 Jahre nicht mehr nachvollziehen, doch Heinz Lappert schätzt mit einem Augenzwinkern "rund 10.000 Kilometer pro Jahr." Bei seinem Alter wäre der Chevrolet 840.000 Kilometer gefahren und hätte sich den Ruhestand verdient.

Doch der 2,8-Liter-Vierzylinder des Superior KK wird weiter angelassen. An zehn bis 15 Oldtimerrallyes nimmt Heinz Lappert pro Jahr teil. Er besitzt noch einen 1974er Manta A, der dabei oft zum Einsatz kommt. Zu besonderen Veranstaltungen darf der Chevrolet sein heiseres Auspuffgeräusch erklingen lassen. Dann gibt Lappert mit dem mittig zwischen Brems- und Kupplungspedal Gas, lässt den mit 4,33:1 sehr niedrig verdichteten Motor brummen und beschleunigt den 850 Kilogramm leichten Oldie.

Dem Motor kommt zudem eine wichtige Aufgabe zu. Er muss mit seiner Schwungmasse als Bremse eingesetzt werden, da der Chevrolet vorne keine gebremsten Räder besitzt. Einzig und allein die Hinterachse wird über simple Backenbremsen verzögert. "Da hat man die Technik einfach von den Kutschen übernommen, bis irgendwann jemand entdeckt hat, dass die Bremswirkung vorne viel besser ist", weiß Lappert.

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