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Sachsen Classic 2009

Im Pace Car auf dem Sachsenring

Chevrolet Corvette Pace Car Foto: Kai Klauder 19 Bilder

Helge Holck-Dykesteen und sein Sohn Ole Helge haben schon vor dem Start einen Pokal verdient. Mit mehr als 1.100 km hatten die beiden die weiteste Anreise zur Sachsen Classic. "Selbstverständlich auf eigener Achse", wie die beiden betonen. Nicht anderes kommt für die aus Stavanger angereisten Norweger in Frage.

13.08.2009 Powered by

Die beiden erzählen von ihrer Reise nach Zwickau: "Wenn wir wirtschaftlich fahren, so etwa 130 km/h, verbraucht die Corvette etwa 19 Liter. Da machen wir immer nur kurz einen Pit-Stop. Einer tankt und der andere kümmert sich um Reifen, Öl, Windschutzscheibe. Dann noch ein schneller Big-Mäc und weiter geht's." Man merkt den Spaß, den beide haben - für sie ist die Sachsen Classic Urlaub.

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Beide sprechen ein fast perfektes Deutsch. Wie Helge Holck-Dykesteen sagt, hat auch das mit der Autoleidenschaft zu tun. "Ich lese seit Mitte der 1970er auto-motor-und-sport, seit 1986 habe ich ein Abonnement und die Motor Klassik bekomme ich seit zwei Jahren nach Norwegen geschickt." Sieben Fahrzeuge, darunter der von Helge Holck-Dykesteen neu gekaufte Peugeot 504, zeugen von der Leidenschaft für Autos - vornehmlich amerikanische. "Die laufen zwar etwas rau, sind aber solide und zuverlässig. Ersatzteile gibt es auch ohne Probleme und in unserer eigenen Werkstatt mache ich fast alles selbst."

Zur ersten Etappe "Sachsenring" sind sie im passenden Wagen angereist, mit einer Corvette, die beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis 1978 als Pace Car im Einsatz war. Nach dem legendären Rennen ist das seltene Fahrzeug so gut wie gar nicht mehr bewegt worden. Nur 6.094 Meilen weist der Tacho aus. Die meisten davon hat Holck-Dykesteen zurückgelegt. Schon bei der Silvretta Classic in diesem Jahr waren die beiden Norweger dabei. Auch ins Montafon sind sie die knüppelharte Corvette gefahren.

"Da haben wir sogar Ferrari und Porsche abhängen können, die Dreigang-Automatik ist sehr kurz übersetzt", freut sich Ole Helge. "Zwar ist bei 175 bis 185 km/h Schluss, aber durch die Auslegung auf starke Beschleunigung reicht das normalerweise völlig - jenseits der Rennstrecken".

Die Pace-Car-Corvette ist härter und tiefer

Auch auf dem Sachsenring macht der 1978er Ami eine gute Figur. Der 5,7-Liter-V8 zieht mit seinen rund 250 PS mächtig nach vorne. Das Fahrwerk ist zwar - US-typisch - nicht sehr aufwändig, doch mit einigen Verbesserungen durchaus rennstreckentauglich. Helge Holck-Dykesteen klärt auf: "Insgesamt ist die Pace Car-Ausführung härter und tiefer als die Serien-Corvettes, ab Werk sind stärkere Stabilisatoren verbaut. Wir haben vor kurzem Bilstein-Stoßdämpfer eingebaut, das gibt ein bisschen Komfort." Besonders auffällig ist der Innenraum, der komplett in silber gehalten ist. Auch ein Merkmal der Pace Car-Version, genau wie die Felgen, auf die nochmals breitere Reifen aufgezogen wurden.

Beste Voraussetzungen für den Sachsenring. Und auch der Ehrgeiz ist geweckt: "Sobald ich Startnummern am Auto habe, sehe ich die Sache sportlich", sagt Vater Holck-Dykesteen.

Auf der Rückreise werden sie übrigens noch einen Passagier mitnehmen - eine zehn Wochen alte Münsterländer Hündin, die sie sich auf der Fahrt zur Silvretta Classic beim Züchter ausgewählt hatten. Also steht noch ein kurzer Abstecher ins Münsterland auf dem Programm, bevor es zurück nach Stavanger geht - das entspricht rund 250 Liter Benzin für das inoffizielle Pace Car der Sachsen Classic.

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