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Sachsen Classic 2010 - Streckenhighlights

Streckenhighlights der ersten Etappe

Sachsen Classic 2009 Foto: Hardy Mutschler 18 Bilder

Die erste Sachsen Classic Etappe "Sachsenring" führt über 120 Kilometer von Zwickau aus durch Waldenburg, durch den Grünefelder Park bis ins Ziel nach Zwickau. Außerdem gibt es bei dieser Etappe eine Menge zu sehen und zu entdecken wie etwa das August-Horch Museum oder das Karl-May Haus.

30.07.2010 Powered by

Zwickauer Johannisbad mit mehr als 100-jähriger Geschichte

Die 8. Sachsen Classic startet am 19. August auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau. Die viertgrößte Stadt im Freistaat Sachsen beherbergt mit dem Johannisbad ein bedeutendes Kulturdenkmal. Seit 1869 war das Johannisbad als Bade- und Therapieeinrichtung zugänglich, dank einer Stiftung konnte das Bad um 1904 durch ein Schwimmbecken ergänzt werden. Fortan bot das Johannisbad Schwimmbecken, medizinische Bäder und irisch-römische Dampfbäder.

1991 musste das renovierungsbedürftige Johannisbad geschlossen werden, woraufhin die Zwickauer um den Erhalt des Denkmals bangten, da hier „jeder zweite Bürger von Zwickau das Schwimmen gelernt haben will“, so der Baubürgermeister Dietmar Vettermann bei der Wiedereröffnung des neugotischen Bauwerks im Jahr 2000.

Ein Förderverein sammelte 13 Millionen Mark. Dadurch erhielt das Bad seine ursprüngliche Schönheit mit den typischen Charakteristika wie Messingtieren und Wasserspeiern, geformten Fliesen und gusseisernen Geländer wieder. Im Schwimmbecken ist dagegen modernste Technik vorhanden: Ein Hubboden macht verschiedene Tiefen möglich, und kann sogar zum über dem Wasser schwebenden Podest werden, wie etwa bei der Wieder-Eröffnung im Jahre 2000: Auf dem Podest, welches ungefähr die Hälfte der Wasserfläche überspannt und mit dem Beckenrand abschließt, saßen erst die Philharmoniker des Zwickauer Theaters, die passend zum Rahmen Georg Friedrich Händels Wassermusik spielten, später bot die Fläche Platz für eine Balletteinlage der TanzCompanie des Theaters. Danach konnten die Gäste sehen, wie der Boden in sechs Minuten vollends in zwei Meter Wassertiefe verschwindet und das Becken für die Kunstschwimmerinnen frei gab. Mit den Möglichkeiten des Hubbodens bietet das Bad auch den passenden Rahmen für kulturelle Veranstaltungen. Möglich wurde die Sanierung des Zwickauer Johannisbades durch Anstrengungen vieler, als wichtige Finanzquelle diente das Programm Urban der europäischen Union, das zum Ziel hat, vernachlässigte Stadtteile wieder lebenswert zu machen.

Robert Schumann im Zwickauer Gewandhaus erleben

Neben dem Johannisbad ist das Gewandhaus ein weiteres Highlight in Zwickau. Das 1522 bis 1525 erbaute Gewandhaus war Zunft- und Handelshaus der Tuchmacherinnung, daran erinnert  ein Wappen in der Spitze der spätgotischen Giebelfassade. Am Hauptmarkt, direkt neben dem Rathaus, befindet sich heute in dem alten Gewandhaus das Theater Plauen-Zwickau, das 1823 mit der Oper "Der Freischütz" eröffnet wurde.

Im Jahre 1953 wurde das gänzlich veraltete Bühnenhaus abgerissen und mit dank zahlreicher Bürgerinitiativen wieder aufgebaut. Der Charakter des unter Denkmalschutz stehenden historischen Gebäudes wurde dennoch gewahrt. Die Theater Plauen und Zwickau gingen im Jahre 2000 eine Fusion ein. Das neue Theater Plauen-Zwickau wurde durch eine Vielzahl von Ensembles im Musiktheater, Schauspiel und Ballett erweitert, aber auch ein Orchester sowie ein Puppentheater tragen zu einer Vergrößerung des Theaters bei.

Und übrigens: Das Gewandhaus pflegt nicht nur in seinen Aufführungen das Erbe Robert Schumann, es beherbergt auch einen Preisträger. 1967 wurde das Philharmonische Orchester des Theaters mit dem Robert-Schumann-Preis ausgezeichnet. Der Komponist Schumann wurde in Zwickau geboren, bis heute kann man in seinem Geburtshaus anhand von Fotografien, Briefen, originalen Möbeln und Notenheften seine Liebe zur Musik erleben. Die dort gelagerten 4.000 Originalschriften des Komponisten gelten als die weltweit größte Schumann-Sammlung.

Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal

Die erste Etappe der 8. Sachsen Classic führt die Teilnehmer durch die beschauliche Stadt Hohenstein-Ernstthal, in welcher der Abenteuerschriftsteller Karl-May im damals selbständigen Städtchen Ernstthal am 25.02.1842 geboren wurde. Er schuf die berühmten Romanfiguren Winnetou, Old Shatterhand, Sam Hawkins oder Hadschi Halef Omar. Seit 1985 besteht in seinem nur 4,25 m breiten Geburtshaus ein Museum, dessen Ausstellung das Leben und Werke des Literaten darstellt. Im Weberzimmer, einem nachgestalteten Wohn- und Arbeitsraum im zweiten Stock des rund 300 Jahre alten Hauses, kann der Besucher die ärmlichen Verhältnisse erahnen, in denen Karl May aufgewachsen ist. Das Karl-May-Haus ist auch Ausgangspunkt eines gut ausgeschilderten Wanderweges, der an den zahlreichen Städten vorbeiführt, die in einem Zusammenhang mit Karl May stehen. Entsprechende Hinweisschilder am Wegesrand enthalten interessante Erläuterungen.

Waldenburg - Grünfelder Park

In Waldenburg angekommen führt der Streckenverlauf der Sachsen Classic die Teilnehmer in den Grünfelder Park, wo eine Wertungsprüfung ansteht. Der Grünfelder Park wurde ab 1780 angelegt und erstreckt sich zwischen der Altstadt Waldenburg, Muldenaue und dem Ortsteil Oberwinkel. Bis zum Ende des 19.Jahrhundert waren die Parkareale Grünfeld, Schlosspark und Lustgarten nur durch den Flußlauf der Mulde getrennt. Insgesamt wird das Parkareal durch 120 Hektar Fläche verbunden. Entlang der Kastanienallee vorbei am Gondelteich (Sauteich), dem größten Gewässer im Park, weiter unter den Bäumen der Eichenallee bis hin zum Hotel Grünfelder Schloss, einem Teil des früheren Parkschlösschens, erschließt sich der erste Teil des Landschaftsparks. Das in den Jahren 1786 auf Veranlassung von Otto Carl Friedrich von Schönburg- Waldenburg (1758-1800) umgesetzte Renaissanceportal "Der Stillen Naturfreude" symbolisiert den Eingang in den Hauptteil der Englischen Parkanlage. Es öffnet den Blick auf ein Kleinod klassizistischer Bauwerke und Gartengestaltung, die das Zeitalter der Aufklärung und Empfindsamkeit erlebbar vergegenwärtigen.

August – Horch Museum

In Zwickau gründete August Horch vor 100 Jahren die Automobilmarke Audi. Wer der Audi-Gründung am authentischsten auf der Spur sein will, tut dies am besten am Ursprungsort, dem ehemaligen Fabrikgelände an der Audistraße in Zwickau, dem heutigen August Horch Museum. In den Jahren 2002 bis 2004 wurde die außergewöhnliche Stätte kraftfahrzeugtechnischer Tradition grundlegend saniert. Wer einen Blick ins August-Horch-Museum wirft, dem wird angesichts der aufpolierten Modelle von Horch, Wanderer, DKW und Trabant warm ums Herz.

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