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Sachsen Classic 2012

Fahrzeugklassen der Sachsen Classic

Foto: Hardy Mutschler 6 Bilder

Bei der Sachsen Classic steigt nicht nur der Gesamtsieger aufs Treppchen, sondern es werden auch sechs Klassensieger ermittelt. Die Palette reicht dabei von Vorkriegsfahrzeugen über Wirtschaftswunder-Autos bis zu Youngtimern.

08.08.2012 Powered by

Klasse 1 (bis Baujahr 1930)

Aus den Anfängen des Automobils bis ins Jahr 1930 reicht das Angebot an historischen Fahrzeugen. Oft sind es Motoren bis an die acht Liter Hubraum, meist verteilt auf sechs oder acht Zylinder, die unter den großen Kühlerhauben zweisitzige Roadster befeuern oder Limousinen antreiben, die an Postkutschen erinnern. Der Bentley 4 1/2 Litre aus dem Jahr 1927 schöpft aus genau diesem Hubraum 120 PS, belässt es aber bei vier Zylindern.

Klasse 2 (von 1931 bis 1946)

Die Grenzen des automobilen Wachstums sind erreicht. Zumindest was die Hubräume betrifft, scheint dies sicher zu sein. Deshalb werden Fahrzeuge zwischen 1931 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges auch als "Post Vintage"-Automobile betitelt. Der gewaltige Horch 853 bildet die automobile Spitze dieser Zeit, ein Achtzylinder-Reihenmotor mit 5 Litern Hubraum und kerngesunden 100 PS setzt das Oberklassecabrio von 1937 noch heute besonders stilvoll in Bewegung.

Klasse 3 (von 1947 bis 1961)

Die Zeit bis 1961 wird auch als "Post War"-Epoche bezeichnet. Hier treten nicht nur Brezel-Käfer, Opel Kapitän oder Ford Taunus in Erscheinung, die nach dem Krieg die Massen mobilisierten. Auch ein Mercedes Flügeltürer, Porsche 356, Austin-Healey oder die Straßenkreuzer in den USA sind Ikonen wachsender mobiler Freiheit. Hierzu nur begrenzt beitragen konnte der IFA F9 aus Zschopau in der damaligen DDR, mit 30 PS-Dreizylinder-Zweitaktmotor.

Klasse 4 (von 1962 bis 1969)

Nur acht Jahre umschließt das Zeitfenster, in dem diese Autos gebaut wurden. Die deutsche Wirtschaftswunderzeit tritt in ihre letzte Phase. Typische Fahrzeuge dieser Epoche sind die Mercedes Pagode, der VW Käfer und BMW 1600 oder der Peugeot 404 unseres französischen Nachbarn, die die voller werdenden Straßen bevölkern. Rallyefertig herausgeputzt hat sich hier ein NSU TT, auch 1968 mit 75 PS schon flott unterwegs.

Klasse 5 (von 1970 bis 1976)

Wer sie in seiner Jugend noch als Neuwagen erlebt hat, möchte sie zu den Youngtimern zählen, mittlerweile aber haben sie deutlich mehr als 30 Jahre auf dem Buckel und dürfen sich Oldtimer nennen. Etwa der VW Golf I, der den Käfer nach langer Bauzeit ablöste. Auch ein Mercedes-Benz der Baureihe W 115, ein Ford Capri und sogar der erste Fiesta sind hier eingegliedert. Auch der erste Audi 100 gehört dazu, chromglänzend und mit großen Scheiben ein Kind seiner Zeit.

Klasse 6 (von 1977 bis 1992)

Hier tauchen überwiegend Youngtimer auf. Autos, die meist zwischen 20 und 30 Jahre alt und auf dem besten Weg sind, ein Klassiker zu werden. Dazu zählt der Audi Quattro von 1988, aber auch ein Porsche 911 Carrera oder ein Citroën 2 CV, Baujahr 1986, und ein VW-Bus T2b. Hier im Bild ein Citroën CX 25 Prestige von 1984 in der Langversion, eine ehemalige Staatskarosse der DDR-Regierung.

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