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Sachsen Classic 2015

Die Fahrzeugklassen der Sachsen Classic

Sachen Classic 2015, Klassen-Einteilung Foto: Archiv 6 Bilder

Bei der Sachsen Classic steigt nicht nur der Gesamtsieger aufs Treppchen, sondern es werden auch sechs Klassensieger ermittelt. Die Palette reicht dabei von Vorkriegsfahrzeugen über Wirtschaftswunder-Autos bis zu Youngtimern.

07.08.2015 mkl Powered by

Klasse 1 (bis Baujahr 1930)

Von den Anfangszeiten des Automobils bis ins Jahr 1930 spannt sich der Bogen der ältesten Fahrzeugklasse. Motoren bis an die acht Liter Hubraum, meist verteilt auf sechs oder acht Zylinder, befeuern unter großen Kühlerhauben zweisitzige Roadster oder treiben Limousinen an, die an Postkutschen erinnern. Nur optisch ein typischer Vertreter dieser Klasse ist der Skoda L&K 110 aus dem Jahre 1925, denn er begnügt sich mit vier Zylindern und 1,7 Litern Hubraum, die bescheidene 18 PS mobilisieren.

Klasse 2 (von 1931 bis 1946)

Fahrzeuge zwischen 1931 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden auch als „Post Vintage“-Automobile bezeichnet. Die Grenzen des automobilen Wachstums sind erreicht. Zumindest was die Hubräume betrifft, scheint dies sicher zu sein. Der Wanderer W25 K von 1936 folgt dieser Richtung, sein 2,2-Liter großer Sechszylinder-Reihenmotor bringt es auf 85 standfeste Pferdestärken, die souveränen Vortrieb ermöglichen. Er war als Antwort auf den BMW 328 gedacht, hatte jedoch weit weniger Erfolg.

Klasse 3 (von 1947 bis 1961)

Die Zeit bis 1961 wird auch als „Post War“-Epoche bezeichnet. Brezel-Käfer, Opel Kapitän oder Ford Taunus mobilisierten nach dem Krieg die Massen. Für die besser betuchten wurden Mercedes Flügeltürer, Porsche 356, Austin-Healey oder die Straßenkreuzer in den USA Ikonen wachsender mobiler Freiheit. Einer privilegierten Oberschicht war 1954 in der damaligen DDR der EMW 327 vorbehalten, der mit Vorkriegstechnik noch ein paar Jahre in Eisenach gebaut wurde.

Klasse 4 (von 1962 bis 1969)

Im Laufe der Sechzigerjahre tritt die deutsche Wirtschaftswunderzeit in ihre letzte Phase. Typische Fahrzeuge dieser Epoche sind die Mercedes Pagode, der VW Käfer und die BMW der „neuen Klasse“ oder der Peugeot 404 unseres französischen Nachbarn. Aus jener Periode stammt auch der Chevrolet Corvair Monza: Mit Heckmotor und Sechszylinder-Boxer sollte er dem Käfer Paroli bieten, der 2,3-Liter mit 85 PS lässt gar ein Fahrgefühl wie in frühen Porsche aufkommen.

Klasse 5 (von 1970 bis 1976)

Wer diese Autos in seiner Jugend noch als Neuwagen erlebt hat, möchte sie zu den Youngtimern zählen, aber mit um die 40 Jahren auf dem Buckel zählen sie mittlerweile zu den Oldtimern. Der VW Golf I etwa, der den ewigen Käfer ablöste. Auch ein Mercedes-Benz der Baureihe W 115, ein Ford Capri oder der erste Fiesta sind hier eingegliedert. Und der VW Passat der ersten Serie, 1974 Inbegriff des modernen Volkswagens mit Frontantrieb und Vierzylinder-Reihenmotor.

Klasse 6 (von 1977 bis 1995)

Die Youngtimer-Klasse. Autos, die meist zwischen 20 und gut 30 Jahre alt und auf dem besten Weg sind, ein Klassiker zu werden. Dazu zählt der Audi Quattro von 1988, aber auch ein Porsche 911 Carrera, ein Mercedes-Benz W 126 und ein VW-Bus T3b. Formal noch immer mithalten kann der Ford Capri, hier ein Facelift-Modell der zweiten Serie von 1983 in der Top-Motorisierung mit 2,8-Liter V6, die ohne Turbo 160 PS bereitstellte.

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