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8. Sachsen Classic

Der Weg zur Sachsen Classic-Teilnahme

Sachsen Classic 2010, Etappe Sachsenring Foto: Hardy Mutschler 11 Bilder

Sie begeistern sich für die Sachsen Classic und  möchten selbst gern einmal an einer Oldtimer-Rallye teilnehmen, wissen aber nicht, wie Sie es anstellen sollen? Wir zeigen Ihnen, dass es gar nicht mal so schwierig ist.

24.08.2010 Powered by

Die Motor Klassik Rallyes - Sachsen Classic, Silvretta Classic und Eifel Classic -  sind sehr begehrt. So gehen auch bei der Sachsen Classic weit mehr Nennungen ein, als Teams zugelassen werden können. So muss eine Auswahl getroffen werden. Es ist aber nicht von Bedeutung, einen Mercedes 300 SL, Porsche 356 oder Jaguar XK-140 zu besitzen, um zu den Auserwählten zu gehören.

Schon für weit unter 5.000 Euro gibt es passendes Rallyegerät

Vielmehr wird das Teilnehmerfeld dieser oder auch der Silvretta und Eifel Classic nicht allein aus monetären Kostbarkeiten zusammengestellt. Denn es liegt dem Veranstalter am Herzen, eine möglichst illustre Vielfalt der Automobilgeschichte an den Start zu bringen. Dazu gehören auch volksnahe Sympathieträger wie ein Opel Rekord, NSU Prinz, Fiat 600 oder Ford 12 M, die in einem technisch wie optisch guten Zustand für weniger als 5000 Euro zu haben sind.
 
Wenn Sie etwas Vergleichbares besitzen, dann fordern Sie bei der Motor Presse Stuttgart GmbH, Stichwort "Sachsen, Silvretta oder Eifel Classic", Leuschnerstr. 1, D-70174 Stuttgart fürs nächste Jahr die entsprechende Ausschreibung an und schicken das Nennformular rechtzeitig ausgefüllt zurück. Mit etwas Glück sind sie dann dabei.

Roadbooklesen will gelernt sein

Die Orientierung sowohl auf der Sachsen als auch Silvretta und Eifel Classic gerät nicht übermäßig schwierig. Das detaillierte Roadbook, also der Aufschrieb der Fahrtroute, lässt keine Fragen offen und wird durch Chinesen- zeichen dokumentiert. Das sind Zeichen, bei denen ein schwarzer Punkt den eigenen Standort beschreibt und ein Pfeil die Fahrtrichtung angibt. Links neben den Chinesenzeichen steht die Kilometrierung. Sie besagt, wann genau die Fahrtrichtung zu wechseln oder beizubehalten ist. Es ist Aufgabe des Beifahrers, das Roadbook zu lesen. Er muss dem Fahrer rechtzeitig ankündigen, wann er abzubiegen hat, Kreuzungen zu überfahren sind oder wie weit es noch bis zur nächsten Zeitkontrolle ist.
 
Letzteres ist besonders wichtig, denn jeder Teilnehmer hat für die einzelnen Streckenabschnitte der Fahrtroute festgeschriebene Start- und Ankunftszeiten. Für ein zu spätes oder zu frühes Abstempeln der Bordkarte an den Zeitkontrollen gibt es Strafpunkte. Wenn Sie diesen Part strafpunktfrei gemeistert haben, sind sie schon gut mit dabei. Und keine Sorge, die Zeiten sind üppig bemessen – niemand muss rasen oder schneller fahren, als die Polizei erlaubt. So bleibt genügend Zeit, die malerische Landschaft in Ruhe und mit Genuss an sich vorbeiziehen zu lassen. Um die vordersten Plätze wird an anderer Stelle gekämpft: bei den Wertungsprüfungen. Hier muss eine definierte Strecke in einer festgeschriebenen Zeit durchfahren werden. Gemessen wird vom Veranstalter entweder mit Lichtschranken oder mittels Druckschläuchen, die einen Kontakt auslösen.

Das Gehemnis der Hundertstelsekunden

Wichtig ist, dass der Beifahrer am Start exakt die Stoppuhr betätigt und möglichst im Sekundentakt die letzten Sekunden auf der Wertungsprüfung rückwärts zählt, während der Fahrer so genau die Abmessungen seines Autos kennen sollte, dass er exakt zum richtigen Zeitpunkt die Lichtschranke oder den Druckschlauch auslöst. Ganz schön knifflig. Aber das kann man lernen.
 
Und zwar mit uns. Wir bieten deshalb vor Ort einen Fahrer-/Beifahrer-Lehrgang an, wo nicht nur in der Theorie das Lesen von Reglement und Roadbook, sondern auch das exakte Fahren durch die Wertungsprüfungen geübt werden. Sie brauchen dazu lediglich Ihr Auto, ein, zwei einfache Stoppuhren und ein gut gelauntes, motiviertes Team. Dann können auch Sie am Ende eines schönen Rallye-Wochenendes mit etwas Glück ganz oben auf dem Treppchen stehen.

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