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SAIC darf SsangYong kaufen

Im Bieterverfahren um einen Mehrheitsanteil am südkoreanischen Geländewagenspezialisten SsangYong Motor hat sich die Shanghai Automotive Industry Corp (SAIC) durchgesetzt.

23.07.2004

Wie die Chohung Bank in Seoul als Hauptgläubiger von SsangYong am Freitag (23.7.) mitteilte, wurde der chinesische Joint Venture-Partner sowohl der Volkswagen AG als auch dem weltgrößten Autokonzern General Motors (GM) aus einer Reihe von Interessenten zum "bevorzugten Bieter" vorgezogen. Für den kommenden Dienstag sei die Unterzeichnung eines bindenden Vorvertrags über den Kauf eines Anteils von 48,9 Prozent geplant. Finanzielle Details des SAIC-Angebots wurden nicht genannt.

SsangYong im Streik

In die engere Auswahl zur Übernahme des viertgrößten südkoreanischen Autoherstellers war zuletzt neben der SAIC auch ein ungenannter US-Pensionsfonds gekommen. Dieser wird nach Angaben der Gläubiger dann zum Zuge kommen, falls die Verhandlungen mit den Chinesen noch scheitern sollten.

SsangYong befindet sich seit der Trennung vom zusammengebrochenen Daewoo-Konzern Ende 1999 unter der Kontrolle seiner Gläubiger. Gespräche mit der staatlichen chinesischen Chemie-Gruppe National Blue Star Group, die zuvor das Exklusivrecht zur Übernahme von SsangYong erworben hatte, waren im März abgebrochen worden.

Die Entscheidung für SAIC erfolgte inmitten von Streikaktionen bei SsangYong. Seit Beginn der Woche kam es zu kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen und einem Ganztagesstreik am Donnerstag. Die Gewerkschaft fordert 10,5 Prozent mehr Lohn sowie Jobsicherheit.

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