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Saisonbilanz

Renault mit größtem Rückschritt

Foto: dpa

Nicht nur die WM-Tabelle zeigt es. Kein Team hat im Vergleich zum Vorjahr soviel verloren wie Renault. Das Weltmeisterteam ist derzeit nur noch vierte Kraft und kämpft um den Anschluss an BMW.

17.08.2007 Michael Schmidt Powered by

Nach elf Rennen in der Saison 2006 hatten die Titelverteidiger 142 Punkte auf dem Konto und führten die WM vor Ferrari mit 121 Zählern an. Ein Jahr später liegt Renault mit 33 Zählern nur auf Rang vier, 105 Punkte hinter WM-Spitzenreiter McLaren-Mercedes.

Rückschritt in allen Bereichen

Das dominierende Team der beiden vergangenen Jahre musste aber auch in anderen Statistiken Federn lassen. Beim Vergleich der durchschnittlichen Rundenzeiten zwischen 2006 und 2007 hat Renault mehr Zeit eingebüßt als jeder andere Rennstall. Die Trainingszeiten liegen im Durchschnitt um 1,204 Sekunden über dem Vorjahr. Ferrari steht mit 0,334 Sekunden Verlust wesentlich besser da. Kein Vergleich aber zu McLaren-Mercedes und BMW, die trotz Einheitsreifen im Schnitt schneller sind als 2006. McLaren um 0,039 Sekunden pro Runden, BMW um 0,051 Sekunden.

Auch in der Analyse der schnellsten Rennrunden sieht es für Renault bitterböse aus. Auf 2006 fehlen 1,198 Sekunden pro Runde. Zum Vergleich: Ferrari ist um 0,209 Sekunden pro Runde schlechter als in der Saison 2006, McLaren um 0,186 Sekunden. BMW konnte wie im Training auch im Rennen seine Vorjahreszeiten unterbieten. Differenz: minus 0,394 Sekunden. Im Vergleich der Rennrunden steht überraschenderweise ein Team an der Spitze, dem man das gar nicht zugetraut hat. Red Bull pulverisierte seine Vorjahres-Rennrunden um sage und schreibe 1,151 Sekunden.

Zuverlässigkeit statt Speed

Nur in einer Wertung ist Renault konstant gut. Das englisch-französische Team liegt mit 1.401 von 1.432 möglichen Rennrunden auf Platz zwei der Zuverlässigkeitsstatistik. Besser ist nur McLaren mit 1.431 absolvierten Rennrunden. Renault kam nur zwei Mal nicht ins Ziel. In Monte Carlo stoppte Heikki Kovalainen kurz vor Schluss mit Motorproblemen. In Montreal wurde Giancarlo Fisichella disqualifiziert, weil er an der Boxenausfahrt die rote Ampel übersehen hatte.

Drei Teams sind jetzt schon besser als in der Endabrechnung 2006. McLaren-Mercedes schloss die Vorjahressaison mit 110 Punkten als Dritter ab und hat in diesem Jahr nach elf von 17 Rennen bereits 138 Zähler auf dem Konto. Williams verdoppelte mit 20 Punkten praktisch seinen Kontostand von 2006 (elf Punkte). Auch BMW hat mit 71 Zählern doppelt soviel im Haben als im Jahr zuvor (36). Red Bull steht mit 16 Punkten exakt auf dem Stand von 2006.

Auch Honda verliert an Boden

Größter Verlierer neben Renault ist Honda. Heute ein Pünktchen, gestern 86. Das wäre auch mit dem tollsten Schlussspurt nicht mehr aufzuholen. Es wird ein schwacher Trost für Renault sein, aber theoretisch kann Weltmeister-Team von 2005 und 2006 seinen Titel noch verteidigen. Wenn Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen in den verbleibenden sechs Grand Prix sechs Doppelsiege landen, kämen sie auf 141 Punkte. Dann dürfte McLaren aber nicht mehr als drei Zähler sammeln und die Berufungsverhandlung am 18. September wegen des Punkteabzuges beim GP Ungarn nicht gewinnen. Hätten die Silberpfeile dort WM-Punkte erhalten, stünde das Konto auf 153 Zählern und Renault wäre bereits jetzt endgültig entthront.

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