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Schäferstündchen mit Folgen

Foto: mkl

Nach 55 Jahren erhält ein Amerikaner jetzt seine in einem 1946er Hudson verlorene Geldbörse zurück.

14.05.2007 Powered by

Jon Beck und Chuck Merrill aus Idaho hatten das Fahrzeug in einer Zeitungsanzeige entdeckt. Die beiden begeisterten Auto-Sammler handelten sofort und kauften den restaurierungsbedürftigen Hudson - auf der Fahrt nach Hause entdeckten sie dann bei einem Tankstopp plötzlich zwischen den Polstern eine Goldbörse.

"Natürlich hofften wir zunächst, dass sie voller großer Scheine sein würde", gaben die Finder in einem Interview zu. Statt Reichtümern beherbergte die alte Börse jedoch nur 11 Dollar sowie zahlreiche Papiere ihres ehemaligen Besitzers Glenn Goodlove. Jon Beck begann im Internet zu recherchieren und konnte nach wenigen Tagen Goodlove mit einem Telefonanruf überraschen: "Als ich fragte, ob er einen 1946er Hudson gefahren habe, herrschte am anderen Ende überraschtes Schweigen" - dass sein 1952 verlorenes Portemonnaie jemals wieder auftauchen würde, hatte Goodlove nicht mehr erwartet.

Er erzählte dem Anrufer, dass die Geldbörse wohl auf durchaus noch heute üblichem Weg zwischen die Polster gelangt war: Glenn Goodlove hatte den Wagen seines Großvaters öfters für Schäferstündchen genutzt. "Ich war damals Matrose bei der US Navy und in guter alter Seemanns-Tradition ließ ich beim Landgang keine Gelegenheit aus", lacht der heute 75-Jährige.

Nach dem Tode des Großvaters wechselte der Hudson mehrmals den Besitzer, ohne dass jemand die Börse bemerkte, Goodlove selbst zog nach San Diego. Nun sollen Mann und Portemonnaie bald wiedervereinigt werden - in der Zwischenzeit hängt Goodlove seinen Erinnerungen nach. "Es ist erstaunlich, seit ich von dem Fund im Wagen hörte, erinnere ich mich plötzlich an Ereignisse, an die ich schon ewig nicht mehr gedacht habe. Mir kommt es vor wie ein Wunder."

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