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Schlachtfeld Aerodynamik

Foto: McLaren

Seit die Motorenentwicklung eingefroren ist, und alle Teams mit Einheitsreifen fahren, sind zwei wichtige Einflussgrößen für Sieg oder Niederlage weggefallen. Mehr denn je entscheidet sich der Kampf um den Formel 1-Titel im Windkanal.

18.01.2007 Powered by

Durch den Mangel an Reifengrip suchen die Ingenieure nach zusätzlichem Abtrieb. So wachsen den Autos an allen möglichen Stellen neue Flügel: Bei Toyota aus der Airbox, bei Ferrari unter der Nase und bei McLaren zwischen Winglets und Seitenkästen.

Die Nasen wuchsen in die Höhe, um mehr Luft zum Unterboden zu leiten. Weil - abgesehen von Renault - nun alle Top-Teams mit einem Nullkiel arbeiten, bei dem die unteren Querlenker direkt am Chassis angelenkt sind, sehen die Autos wie aufgebockt aus.

Kamine verschwinden

Alle Teams, die bisher ihre Autos präsentierten, bauten eine extrem schmale Motorverkleidung, um den Heckflügel besser anströmen zu können. Da die Regeln hinten eine größere Crashbox vorschreiben, versuchen die Ingenieure, den Abtriebsverlust durch den schmaleren Diffusor nun mit einer verbesserten Luftströmung am Flügel zu kompensieren.

Bei McLaren und Renault verschwanden die in den letzten zwei Jahren so populären, großen Abluftkamine. Die Seitenkästen sollen möglichst störungsfrei die Luft nach hinten leiten. Renault räumte sogar die Seitenspiegel vom Cockpit und integrierte sie stattdessen in die seitlichen Leitbleche über den Seitenkästen.

BMW: Aero-Mannschaft von 35 auf 85 Mann

Bei BMW hat man die Zeichen erkannt. Die Belegschaft der Aerodynamik-Abteilung stieg innerhalb eines Jahres von 35 auf 85 Mitarbeiter. Der Windkanal läuft im Dreischichtbetrieb. Der Output stieg um 50 Prozent.

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