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1. Schloss Bensberg Classic: Interview mit Thomas H. Althoff

"Klassiker passen perfekt zu Schloss Bensberg"

Thomas H. Althoff , Präsident der Althoff Hotel Collection Foto: Klaus H. Daams

Thomas H. Althoff, 55, pachtete sein erstes Hotel mit 21. Heute leitet er die Althoff Hotelgruppe mit sieben Fünf-Sterne-Häusern: Grandhotel Schloss Bensberg, Schlosshotel Lerbach, Villa Belrose (St. Tropez), Schlossgarten Hotel (Stuttgart), Hotel Fürstenhof (Celle), Seehotel Überfahrt (Rottach-Egern), St. James Hotel London. Im Interview spricht er über die 1. Schloss Bensberg Classic, sein Faible für Oldtimer und seine Odltimer-Träume. 

10.06.2009 Malte Jürgens Powered by

Wie passen denn das Grandhotel Schloss Bensberg und eine Oldtimer-Veranstaltung zusammen?
Althoff: Das Schloss wurde von 1703 bis 1711 als Jagdschloss und damit auch als Stätte für gesellschaftliche, fröhliche Anlässe von Herzog Johann Wilhelm II. und seiner Frau Anna de Medici erbaut, mit Blickachse direkt auf den Kölner Dom. Vor der Fertigstellung starb der Herzog jedoch, weshalb das Haus fast dreihundert Jahre lang nicht im eigentlich Sinn seines Gründers genutzt wurde. Seit dem Jahr 2000 gehört es zu meiner Gruppe von Fünf-Sterne-Häusern, und ich selbst habe ja ein großes Faible für Oldtimer. Daher habe ich persönlich großes Vergnügen daran, in dieser gediegenen Umgebung mit den Schönheiten des Bergischen Lands ein Oldtimer-Wochenende mit einer kleinen Rallye und einem ausgesuchten Concours d‘Elégance zu inszenieren. Das Grandhotel bietet im Schlosshof eine perfekte Umgebung für das Platzieren der Klassiker.

Und wenn es regnet?
Althoff: Zum Glück verfügen wir über eine hinreichend große Tiefgarage, in der wir den Concours auch durchführen könnten. Aber der Herbst soll ja nach langfristigen Prognosen sehr schön werden.
 
Wann begann denn Ihr Faible für Oldtimer?

Althoff: Mein erstes Auto war ein Eigenbau auf VW-Basis, der Küpper 1200 hieß, ein tolles Auto mit Kunststoff-Karosserie. Wenn ich so einen noch mal finde, würde ich ihn mir glatt wieder kaufen. Als junger Mensch habe ich mich dann allerdings erstmal mehr für modernere Autos interessiert. Seit etwa 15 Jahren habe ich meine Leidenschaft für Klassiker entdeckt. Mir gefallen Autos, die schön sind und Ästhetik haben.
 
Halten Sie historische Automobile generell für schöner als neue?
Althoff: Nein. Bei mir heißt es eher Sowohl-als-auch. Einige neue Autos sind atemberaubend schön, aber ältere eben auch.

Welche Oldtimer-Träume treiben Sie denn um?
Althoff: Langstrecken-Fahrten wie etwa die Mille Miglia eher nicht, auch zu Vorkriegsautos fehlt mir noch die richtige Beziehung. Ich begeistere mich mehr für die Fahrzeuge der 50er und 60er Jahre. Ein Bentley R-Type Continental Coupé verschlägt mir zum Beispiel den Atem, so faszinierend wirkt er auf mich. Ich finde auch meinen Bentley S2 mit seinem Holz- und Leder-Interieur ästhetisch sehr gelungen. Mit dem riesigen 6,3 Liter großen V8-Motor ist er auch fantastisch zu fahren, da gibt's Drehmoment im Überfluß. Und dann habe ich noch einen Puch G, ganz original, von der Schweizer Armee.
 
Wäre ein Vorkriegs-Bugatti ein Traum, etwa aus der 57er-Serie?
Althoff: Dafür müsste ich noch eine Menge Hotelzimmer vermieten. Ich würde die Summe, die so ein Auto kostet, auch lieber in meine Hotels stecken. Das kommt den Gästen dann nämlich direkt zugute.
 
Wer einen Concours veranstaltet, orientiert sich gern an dem in der Villa d‘Este. Sie auch?
Althoff : Die Villa d‘Este-Veranstaltung hat eine 80-jährige Geschichte, und wir wollen mit der ersten Schloss Bensberg Classic natürlich nicht gegen eine solche Tradition antreten. Es wäre schon toll, wenn wir hier auf Schloss Bensberg eine neue Tradition begründen könnten.

Wie groß ist das Team, das den Concours und die Rallye organisiert?
Althoff: Wir haben vor einem Jahr mit zwei Leuten begonnen, vor sechs Monaten wurden es dann acht, und je näher die Veranstaltung rückt, desto mehr Mitarbeiter werden sich dann bei uns dafür engagieren. Das nimmt gewissermaßen einen exponentiellen Verlauf. Bei unseren Partnern wird schon kräftig am Rahmenprogramm gearbeitet, und da werden einige Überraschungen auf die Teilnehmer zukommen. Die Fotospezialisten von Leica etwa planen die Vorstellung eines neuen Modells.

Mit wie viel Teilnehmern und Besuchern rechnen Sie denn?
Althoff: Unsere Rallye Historique wird etwa 70 Teams umfassen, der Concours d'Elégance etwa 50 Klassiker, das heißt, den Kern werden etwa 300 Teilnehmer bilden. Auf die Besucherzahl sind wir selbst gespannt. In unserem Schlosshof dürfte Platz sein für mindestens 500 oder 600 Personen, ich denke, es gehen auch 1.000 hinein. Und da in einem Umkreis von 150 Kilometern hier fast 20 Millionen Menschen leben, werden wir wohl viel Besuch bekommen.

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