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Schöner Dieseln mit Jojoba

Jojoba-Öl eignet sich nicht nur als Kosmetikum, sondern auch als umweltfreundlicher Diesel-Kraftstoff.

07.03.2003

Jojoba-Öl eignet sich nicht nur als Kosmetikum, sondern auch als umweltfreundlicher Diesel-Kraftstoff. Erste Tests mit dem neuen Bio-Diesel zeigten, dass Motoren weniger Schadstoffe freisetzten, leiser liefen und länger lebten.

Wie die Wissenschafts-Zeitschrift "New Scientist" berichtet, wurde das derzeit hauptsächlich als Haut-Pflegemittel populäre Öl an zwei arabischen Universitäten auf seine Treibstoff-Qualitäten hin untersucht. Der Wissenschaftler Mohammed Selim von der Uni der Vereinigten Arabischen Emirate und Kollegen der Kairoer Helwan-University testeten das Öl der bis zu 4,5 Meter hohen und mit mehr als 150 Jahren Lebenserwartung äußerst langlebigen Wüsten-Pflanze in einem herkömmlichen Diesel-Motor. Dazu versahen sie die Test-Aggregate mit einer Reihe von Sensoren, mit denen das Verhalten des Motors zunächst während der Verbrennung herkömmlichen Diesels gemessen wurde. Anschließend testeten die Wissenschaftler das Jojoba-Öl, dem Methanol und ein Katalyt hinzugefügt worden waren.

Der Jojoba-Treibstoff zeigte die selben Eingeschaften wie herkömmlicher Diesel. Zudem enthält Jojoba-Öl nach Mohammed Selims Angaben im Gegensatz zu Diesel keinen Schwefel. Die entstehenden Abgase seien daher nicht nur "schwefelfrei, die Zylinder sind dadurch auch nicht dem korrisiv wirkenden Schwefel-Oxyden ausgesetzt, so dass der Motor länger lebt".

Allerdings gibt es beim Jojoba-Treibstoff ein großes Problem: Der globale Einsatz scheint kaum möglich, weil dazu erst noch viele, viele Pflanzen gezüchtet werden müssten. Selim sieht jedoch gute Chancen für eine regionale Verwertung in ärmeren Regionen, zumal kein wertvolles Nutzland verwendet werden müsste: "Die Kultivierung für den Eigenverbrauch ist in bestimmten Staaten mit großen Wüstengebieten sehr einfach, vorausgesetzt, es finden sich öffentliche oder private Investoren für den Samen-Ankauf." Die Hauptanbau-Gebiete für Jojoba liegen derzeit in Mexiko, in Südamerika, im Nahen und Mittleren Osten sowie im Südwesten der USA.

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