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Schumacher

"Ich werde auch mal Prügel einstecken"

Foto: DTM

Ralf Schumacher hat am Montag (18.2.) einen DTM-Einjahres-Vertrag bei Mercedes unterschrieben. Der ehemalige Formel-1-Pilot, der in einem Vorjahreswagen startet, ist sich bewusst, dass die Umstellung hart werden wird und gibt sich äußerst bescheiden.

18.02.2008 Bianca Leppert Powered by

Mit dem bekannten Namen Schumacher hat die DTM nach dem Abgang von Mika Häkkinen wieder einen Star im Fahrerfeld. Das soll allerdings nicht der Grund gewesen sein, warum Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug Schumacher verpflichtete. "Das Interesse war von beiden Seiten vorhanden, speziell aber auch von meiner Seite", sagt Ralf Schumacher. "Die DTM ist einfach eine Herausforderung. Da war von keiner Seite die Absicht da, einzusteigen, nur um einen bekannten Namen dabei zu haben. Ich kann auch nicht an die Stelle von Mika treten, das will ich auch gar nicht."

Haug sagte, Schumacher habe besonders dadurch überzeugt, dass er unbedingt in der DTM dabei sein will und sportlich etwas erreichen will. "Die grundsätzliche Absicht ist, länger zusammenzuarbeiten. Aber man muss natürlich sehen, wie sich das entwickelt", meinte Haug.

Formel-1-Erfahrung keine Erfolgsgarantie

Damit nennt Haug das entscheidende Stichwort: die Entwicklung während der Saison. Denn nur weil Schumacher aus der Formel 1 kommt, heißt das noch lange nicht, dass er in der DTM vorne mit dabei ist. In Jean Alesi und Mika Häkkinen mussten schon zwei ehemalige Formel-1-Piloten erleben, wie hart es in der Tourenwagenserie zugeht.

Dessen ist sich Schumacher auch bewusst. Seine Ziele für die kommende Saison steckt er nur bescheiden. "Ich muss schauen, dass ich mit dem Gebrauchtwagen mit den vergleichbaren Konkurrenten klar komme", sagte er. "Da werde ich eventuell auch mal Prügel einstecken. Ich muss mich da rein denken und lernen. Da wäre ein aktuelles Auto sicher nicht angebracht, auch der Druck der dabei entsteht. Ich möchte mir Zeit lassen."

Sein neuer Chef, Norbert Haug, sieht das ähnlich. "Ralf ist ein Neuling, und ein Neuling muss sich sicherlich erst mal auf die zweistelligen Startplätze einstellen oder sogar auf das letzte Drittel im Feld. Ich denke aber, dass er als erfahrener Rennfahrer von seiner Erfahrung im Rennen profitieren kann."

Formel-1-Rückkehr nicht ausgeschlossen

Noch vor wenigen Wochen hatte Michael Schumacher seinem Bruder von der DTM abgeraten, mit dem Argument, die Schumachers hätten zu wenig Talent für die DTM. Ralf ist da anderer Meinung: "Diese Aussage von Michael ist ja auch ein Lob an die Serie. Aber es ist ja eine Herausforderung, auch wenn ich weiß, dass es nicht leicht ist. Aber ich kann ja versuchen zu beweisen, dass es doch geht."

Und selbst wenn es nicht gehen sollte, hat der ehemalige Toyota-Pilot immer noch das Hintertürchen Formel 1 als Option. Denn eine Rückkehr in die Königsklasse schlossen weder Haug noch Schumacher aus. Momentan kämpft der zukünftige DTM-Pilot noch mit der Umstellung vom Formel 1 zum Tourenwagen. Er muss seinen Fahrstil ändern und hat auch noch Probleme beim Bremsen.

In welchem Team Schumacher die Saison bestreiten wird, steht noch nicht fest. "Wir loten momentan noch die Möglichkeiten aus, ob Mücke oder Persson. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagt Haug.

Gleiches gilt für den Fahrerkader der Stuttgarter. Es darf spekuliert werden, dass Überflieger Paul di Resta den freien Platz bei HWA besetzen wird, eine offizielle Bekanntgabe der Mercedes-Fahrer wird aber erst in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

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