Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Schumacher

Toyota-Vertrag wird nicht verlängert

Foto: dpa

Großverdiener Ralf Schumacher steht in der kommenden Saison auf der Straße oder muss zu gewaltigen finanziellen Abstrichen bereit sein. Wie erwartet ist Toyota nicht bereit, den Kerpener zu den bisherigen Konditionen zu halten.

29.08.2007 Powered by

Schumachers Manager Hans Mahr bestätigte der dpa indirekt einen "Bild"-Bericht vom Mittwoch (29.9.), wonach Toyota den bestehenden Vertrag mit dem 32 Jahre alten Formel-1-Piloten nicht verlängere. Die Zeitung schrieb, die Konzernleitung des in Köln ansässigen Teams habe bereits entschieden, die am 9. September endende Option nicht zu ziehen. "Ob Ralf 2008 bei Toyota oder einem anderen Team fahren wird, wird sich erst in einigen Wochen entscheiden", sagte Mahr am Mittwoch.

Massive Gehaltskürzung

Derzeit soll der Bruder des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher jährlich etwa 13 Millionen Euro erhalten. Toyota, mit einem Etat von rund 400 Millionen Euro der absolute Finanzkrösus in der Königsklasse des Motorsports, will die bislang enttäuschenden Dienste des Möchtegern-Titelkandidaten im Fall einer Einigung angeblich nur noch mit maximal fünf Millionen pro Saison entlohnen. Damit müsste sich der zu den absoluten Top-Verdienern gehörende Schumacher im Fall einer Einigung mit etwa einem Drittel seines bisherigen Gehaltes begnügen.

Alternativen, zumal lukrative, hat Schumacher nicht. Jüngst gab sogar Gerhard Berger, der Mitbesitzer des Hinterbänkler-Rennstalls Toro Rosso, dem Kerpener einen Korb. Die meisten Rennställe haben ihre Fahrerpaarungen für 2008 bereits fix. Bei Renault könnte ein Cockpit frei werden. Dort stehen die Kandidaten aber Schlange. Selbst der bei McLaren-Mercedes fast schon um seinen Rausschmiss bettelnde Spanier Fernando Alonso, der mit den Franzosen seine beiden WM-Titel holte, scheint mit einer Rückkehr zu Renault zu liebäugeln.

Schumacher weiter zuversichtlich

Obwohl der Markt kaum noch Möglichkeiten bietet, wiederholte Schumacher auch beim zurückliegenden Großen Preis der Türkei gebetsmühlenhaft: "Ich fahre 2008 hundertprozentig in der Formel 1." Toyota scheint die einzige realistische Alternative zu sein. Dieses Faustpfand nutzen die Teamverantwortlichen jetzt aus, nachdem sie sich vor drei Jahren vom gewieften Willi Weber, mit dem Schumacher kurz nach Vertragsabschluss gebrochen hatte, regelrecht über den Tisch hatten ziehen lassen. Etwa 17 Millionen Dollar hatte der Manager für seinen Schützling pro Saison erpokert.

Es leuchtet ein, dass Toyota angesichts der neuen Situation die beim Großen Preis von Italien in Monza endende Option nicht zieht. Nach dpa-Informationen hätten die Japaner dem Deutschen dann nicht nur sein bisheriges Gehalt, sondern sogar noch einen Zuschlag zahlen müssen. Schumacher ist aber längst zum "Schnäppchen" geworden.

Andauernde Erfolgslosigkeit

Mit nur einem Podiumsplatz - Dritter beim Großen Preis von Malaysia 2005 - in knapp drei Jahren hat er die hohen Erwartungen nicht erfüllt, auch wenn der Rennstall selbst gegenüber den Großen nicht konkurrenzfähig ist. "Es ist kein Geheimnis, dass wir noch keine Entscheidung getroffen haben", erklärte Teamchef John Howett in Istanbul. "Wir schauen uns auf dem Fahrermarkt um. Ralf gehört zu den Kandidaten."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige