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Schumacher

Vier Chancen auf ein Cockpit

Foto: dpa 42 Bilder

Viele haben ihn schon abgeschrieben. Doch nach guten Auftritten zuletzt hat Schumacher einige Optionen für die Zukunft.

17.07.2007 Michael Schmidt Powered by

Nach seinem Startcrash beim GP USA musste sich Ralf Schumacher die Frage anhören: War´s das, Herr Schumacher? Zwei Rennen später blickt der Toyota-Pilot wieder optimistischer in die Zukunft. "Ich habe mehr Alternativen, als viele glauben", ließ der 32-jährige Deutsche in Silverstone durchblicken. Beim GP England hat der sechsfache GP-Sieger viel für seinen Marktwert getan. Platz sechs im Training, die achtschnellste Runde im Rennen. Tenor im Fahrerlager: "Aha, es geht um einen neuen Vertrag. Da gibt der Ralf plötzlich wieder Gas."

Schumacher winkt ab: "So ein Blödsinn. Wir haben in Magny-Cours und Silverstone besser ausgesehen, weil wir auf diesen Strecken genau in dem Abstimmungsfenster fahren können, in dem unsere Aerodynamik optimal funktioniert." Also wenig Bodenfreiheit und ein knüppelhart getrimmtes Fahrwerk. Technisch gab es bei Toyota in den letzten zwei Rennen außer einer modifizierten Airbox wenig Neues.

Glaube an Toyota vorhanden

Den Stillstand mitten in der Saison haben auch die Fahrer mit Verwunderung registriert. Da stellt sich für Ralf Schumacher die Frage, ob Toyota in seiner jetzigen Besetzung ein Traumteam für 2008 ist. "Ich glaube immer noch an die Truppe", sagt Ralf. "Prinzipiell ist da etwas daraus zu machen, wenn man an die Möglichkeiten denkt, die wir in Köln haben."

Schumacher ist beim Aussondieren seiner Zukunft aber nicht nur auf Toyota angewiesen. Toro Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger gibt zu, dass Ralf auf seiner Liste für die kommende Saison steht. "Erfahrung täte unserem Team gut. Ralf hat mehr als genug Erfahrung. Man muss ihn nur motivieren." Obwohl der Toyota-Pilot über andere Kontakte nicht offen spricht, sickert durch, dass es sich dabei um Honda und Renault handelt.

Honda-Umbruch als Chance

Aber steht bei Honda Rubens Barrichello nicht schon mit einem Bein im Cockpit für 2008. "Da wäre ich mir nicht so sicher", tut Schumacher geheimnisvoll. "Bei Honda passieren zur Zeit personell viele Sachen." Wohl war. Mit Jörg Zander, John Owen, Luc Bigois, Peter Coysh und Francois Martinet dockten in den letzten vier Wochen fünf neue Ingenieure an. Sportdirektor Gil de Ferran wurde in die Wüste geschickt. Und möglicherweise muss auch bald Teamchef Nick Fry seinen Hut nehmen.Schumacher hat seine Fühler aber auch nach einem vierten Team ausgestreckt: "Es gibt noch eines, wo die Fahrersituation für nächstes Jahr absolut offen ist." Damit kann er nur Renault meinen. Teamchef Flavio Briatore wird mit seinem aktuellen Fahrerduo nicht glücklich. Routinier Giancarlo Fisichella ist zu unbeständig. Sein Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Heikki Kovalainen entwickelt sich trotz einer Steigerung bei den letzten Rennen nicht so, wie erhofft. Der Finne ist kein zweiter Lewis Hamilton.

Renault-Cockpit für Piquet reserviert

Testfahrer Nelson Piquet junior steht bereits in den Startlöchern. Angeblich kommt der Brasilianer bei den letzten Testfahrten vor der Sommerpause in Jerez an mindestens zwei von drei Tagen zum Einsatz. Das deutet darauf hin, dass Briatore Nelsinho langsam auf einen Renneinsatz vorbereitet. Offiziell sagt Flavio nur: "Er hat gute Chancen, dass er nächstes Jahr im Auto sitzt."

Und im anderen? Glaubt Schumacher wirklich, dass er bei Renault einen Platz findet? "Es gibt da bestimmt ein paar Leute, die gegen mich sind", schätzte er jüngst seine Chancen beim Weltmeister-Team realistisch ein, fügt aber hinzu: "Es kommt aber nur darauf an, dass die Entscheidungsträger die richtige Meinung von mir haben."

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