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Plastal

Autozulieferer insolvent

Foto: Plastal

Der schwedische Autozulieferer Plastal hat am Donnerstag (6.3) Insolvenz angemeldet. Auch die deutsche Tochter Plastal GmbH mit rund 2.000 Mitarbeitern an sechs Standorten werde diesen Schritt voraussichtlich gehen müssen, sagte Geschäftsführer Gerd Hammerschmidt. Plastal fertigt Plastikteile für die Autoproduktion.

05.03.2009

Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit gab die Unternehmensleitung in Schweden den scharfen Abschwung der letzten Monate in der Autoindustrie an.

Auch bei Plastal Deutschland gebe es einen Auftragseinbruch, sagte Hammerschmidt. Dieser sei aber nicht so gravierend wie etwa in Schweden. Zudem habe man ein gutes
Auftragspolster. "Wir sehen eine gute Chance, dass wir das Geschäft fortführen können", sagte Hammerschmidt. Zuvor müsse man aber wohl durch die Insolvenz.

Produktion läuft vorerst weiter

Konzernchef Roar Isaksen sagte, man habe "bis zuletzt alles versucht", dennoch sei die Zahlungsunfähigkeit nicht zu vermeiden gewesen. Die Produktion solle unter einem Insolvenzverwalter vorerst weitergeführt werden. Er gehe davon aus, dass "jede rechtlich eigenständige Einheit bei der jeweils zuständigen Gerichtsbarkeit ihres Standorts Insolvenz anmelden muss".

Weltweit 7.000 Mitarbeiter

Der deutsche Hauptsitz mit rund 200 Mitarbeitern ist im mittelfränkischen Weißenburg angesiedelt. Daneben gibt es Standorte im benachbarten Pappenheim, Büddenstedt (Niedersachsen), Sinntal-Sterbfritz (Hessen) und Essen mit jeweils mehreren hundert Beschäftigten. Weltweit hat die Plastal Holding etwa 7.000 Mitarbeiter.

Auch deutsche Tochter insolvent

Einen Tag nach der schwedischen Konzernholding des Autozulieferers Plastal hat am Freitag auch die deutsche Tochter einen Insolvenzantrag gestellt. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Siegfried Beck (Nürnberg) sind in Deutschland
etwa 2.200 Mitarbeiter betroffen, davon allein 450 am Hauptsitz im fränkischen Weißenburg und 500 im nahe gelegenen Pappenheim. Plastal-Geschäftsführer Gerd Hammerschmidt zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass in kurzer Zeit wieder Stabilität hergestellt sei.

Nach Becks Angaben hat die schwedische Muttergesellschaft die Lieferungen an alle Tochtergesellschaften gestoppt. Die deutsche Tochter sei von diesen Zulieferungen aber unabhängig, erklärte Geschäftsführer Hammerschmidt laut Mitteilung: "Durch die Insolvenz der Mutter können wir jetzt frei agieren." Die Produktion laufe weiter. Beck erklärte, er habe einen intakten Betrieb mit
hochmotivierter Belegschaft vorgefunden. "Jetzt gilt es, die Finanzierungsfragen schnellstmöglich zu klären." Plastal stellt Plastik-Produkte für den Autobau her.

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