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Schweizer Studenten knacken Elektroauto-Weltrekord

0-100 km/h in 1,513 Sekunden

Elektroauto - Weltrekord - Formula Student - ETH Zürich Foto: BMW 36 Bilder

Porsche 918 Spyder, McLaren P1, Lamborghini Aventador: Sie können einem 168 Kilogramm leichten Elektrozwerg aus der Schweiz nichts entgegensetzen. Das 200 PS starke E-Auto flitzt in gut 1,5 Sekunden auf Landstraßentempo – ein neuer Beschleunigungsrekord für Elektrofahrzeuge.

28.06.2016 Andreas Haupt 3 Kommentare Powered by

Die Universität Stuttgart ist ihre Bestmarke für Elektroautos wieder los. Vor gut einem Jahr schnalzte ein E-Renner des GreenTeam-Racing in 1,779 Sekunden auf 100 km/h. Ein Studententeam der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule) und der Hochschule Luzern schraubte diesen Beschleunigungsrekord in der vergangenen Woche um mehr als zwei Zehntelsekunden nach unten.

Leistungsgewicht von 0,84 kg/PS

Die Studenten flitzten auf einem Militärflugplatz bei Zürich in ihrem nur 168 Kilogramm schweren E-Renner in 1,513 Sekunden auf Landstraßentempo. Schneller beschleunigte noch kein Elektroauto in der Geschichte. Die 100 Stundenkilometer hatte der Elektrosportler innerhalb von weniger als 30 Metern drauf. Damit holten sich die Schweizer den von den Stuttgarter entrissenen Rekord wieder zurück.

Elektroauto - Weltrekord - Formula Student - ETH Zürich Foto: BMW
200 PS treffen auf nur 168 Kilogramm.

Supersportwagen vom Kaliber Porsche 918 Spyder, McLaren P1 oder Lamborghini Aventador haben bei diesen Beschleunigungswerten nur das Nachsehen. Oder anders ausgedrückt: Sie brauchen schon ein Fernglas, um den Elektroflitzer zu sehen. Der 887 PS starke Porsche rennt in 2,6 Sekunden auf 100 Sachen, sein Hybrid-Gegner aus dem McLaren-Lager benötigt zwei Zehntel länger. Der rein konventionell angetriebene Aventador mit 6,5-Liter-V12 gönnt sich 2,9 Sekunden. Uns selbst ein Formel 1-Auto hält mit einer Beschleunigung von etwas unter 2,5 Sekunden nicht mit.

Das Gewicht von unter 170 Kilogramm erreicht das Elektroauto durch einen hohen Anteil leichter Kohlefaser-Werkstoffe. Vier Radnabenmotoren treiben das E-Auto vom Team AMZ Racing an. Zusammen leisten sie 200 PS. So beträgt das Leistungsgewicht des elektrisch angetriebenen Allradlers 0,84kg/PS.

Neuester Kommentar

geschrieben von Durchfall:
"Mich würde interessieren, warum Radnabenmotoren in Elektro Serienfahrzeugen kein Thema sind."?

Das ist einfach zu teuer bei minimalem Nutzen für ein Serienfahrzeug. Man benötigt viele Teile, wie Motoren, Umrichter, Getriebe usw. mehrmals, wenn auch in kleinerer Ausführung. Um diese krasse Leistungsdichte zu erreichen wird bei so nem Formula-Student-Motor zudem das teuerste und beste Magnetmaterial verwendet. Außerdem ist es nicht ganz unproblematisch, die sich ständig bewegenden Radnabenmotoren zuverlässig in den Kühlkreislauf einzubinden. Ein mechanisches Differentialgetriebe ist da schon wesentlich einfacher.
Ich gehe aber dennoch davon aus, dass Radnabenmotoren hin und wieder bei speziellen Fahrzeugen auftauchen werden.

jo.hans 29. Juni 2016, 09:57 Uhr
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