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Seat Ateca mit Diesel und Frontantrieb gestoppt

Probleme bei Abgasgrenzwerten, NOx-Ausstoß zu hoch

Seat Ateca, VW Tiguan, Fahrvergleich, AMS1316 Foto: Eugeni Sunyer 31 Bilder

Seat hat den Verkauf des Ateca mit Diesel und Frontantrieb gestoppt. Das Modell soll Harnstoffeinspritzung (SCR mit AdBlue-Tank) bekommen, damit der Motor die NOx-Grenzwerte der Euro-6-Norm einhält.

22.09.2016 Andreas Of 1 Kommentar

Die spanische VW-Tochter hat das neue SUV mit 150-PS-Diesel und Frontantrieb aus dem Programm genommen. Das berichten Frankfurter Allgemeine Zeitung und motor-talk.de.

Der Grund sind schlechte Abgaswerte. Vor allem die Stickoxide (NOx-Wert) machen Probleme. Anders als beim Allradmodell hatte Seat für den Diesel mit Frontantrieb keine Harnstoffeinspritzung (SCR) vorgesehen. Das wird nun geändert; auch die Frontantriebs-Diesel sollen Harnstoffeinspritzung mit der blauen AdBlue genannten Lösung in einem separaten Tank bekommen.

Tiguan mit EA 288 und SCR leicht über Grenzwert

Dass der Ateca ohne Harnstoffeinspritzung Probleme hat, die Euro-6-Norm einzuhalten, deckt sich mit den Erfahrungen von auto motor und sport. Bei Messungen der Stickoxid-Emissionen im realen Straßenverkehr, die die Redaktion regelmäßig gemeinsam mit Emissions Analytics durchführt, sind zuletzt immer wieder schwerere Fahrzeuge wie Vans und SUV ohne Harnstoffeinspritzung (SCR) mit erhöhten Messwerten aufgefallen. Zwei Beispiele sind der Volvo XC90 und der Renault Espace. Sie übertrafen die Prüfstandswerte um das 15,28- und 10,98-fache. Der VW Tiguan mit Allrad und SCR hingegen emittierte auf der ams Eco-Runde lediglich 0,109 g/km und liegt damit nur um den Faktor 1,36 über dem Grenzwert.

Das derzeit effektivste Mittel zur Reduktion der Stickoxide im Dieselabgas ist das SCR-System mit Harnstoffeinspritzung – die Selektive Katalytische Reduktion. Bei dieser Technologie wird kontinuierlich eine Harnstofflösung (bekannt als „AdBlue“) ins Abgas eingespritzt. Die Hydrolyse (Wasserstoffablösung am Harnstoff NH3) lässt die Stickoxide zu Stickstoff (N2) und mit Sauerstoff zu Wasser (H2O) reagieren.

VW-Konzern-SUV mit SCR

Den EA 288 ohne SCR-Technik hatte auto motor und sport schon in Seat Leon, VW Golf und Audi A3 gemessen – in den Kompakten reicht der NOx-Speicherkat aus. Die anderen SUV im Konzern, Yeti, Tiguan und Kodiaq, haben laut Auskunft der Hersteller in allen Versionen mit dem 2.0 TDI SCR an Bord.

Seat bietet Wechsel auf andere Version an

Laut Seat soll Kunden, die einen Ateca 2.0 TDI mit Frontantrieb bestellt haben, ein Angebot gemacht werden. Ein Leser, der dieses Modell im April vorbestellt hat, berichtet von einem Angebot seines Händlers, für 300 Euro im Monat einen Leon zu leasen, bis sein Ateca geliefert wird oder auf das stärkere Modell mit 190 PS zu wechseln. Von dem Aufpreis von 6000 Euro würde Seat die Hälfte übernehmen. Als Liefertermin für die bestellte Version mit Frontantrieb wurde das zweite Quartal 2017 genannt.

Neuester Kommentar

Das wußte man nicht vorher? Wenn Diesel dann geht das nur Konsequent über Adblue. Alles andere ist Flickschusterei.

Bronco60 22. September 2016, 16:59 Uhr
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