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Seat-Modellhistorie

60 Jahre "Auto Emoción" aus Spanien

1966-1974 Seat 850 Sport Spider Foto: Seat 49 Bilder

"Auto Emoción" hat sich der spanische Hersteller Seat auf die Fahnen geschrieben. Gegründet im Jahr 1950, kann das ehemalige Staatsunternehmen dabei auf gut 60 Jahre Automobilerfahrung zurückgreifen.

25.06.2009 Ralf Bücheler

Der Firmenname Seat stand dabei ursprünglich für "Sociedad Española de Automóviles de Turismo" und bezeichnet eine spanische Gesellschaft für Pkw. Seit 1986 gehört Seat als Seat S.A. zum Volkswagen-Konzern und greift vor allem in jüngster Vergangenheit auf die Technik und Entwicklungen seiner deutschen Muttergesellschaft zurück. Aktuelles Beispiel dafür: die neue Mittelklasse-Limousine Seat Exeo, die auf der Basis des (alten) Audi A4 aufbaut.

Seat Ibiza Ecomotive 1:29 Min.

Seat startet 1950 in Barcelona

Da der spanische Markt bis in die 70er Jahre hinein mit hohen Zöllen gegen Autoimporte quasi abgeschottet war, brachte es Seat zur unangefochtenen Marktführerschaft. Produziert wurden ausschließlich Lizenz-Modelle von Fiat, die unter dem eigenen Label auf den Markt gebracht wurden. Das erfolgreichste Modell dieser Epoche war der Seat 600, der ab 1957 zu den spanischen Seat-Händlern rollte. Für die meisten Spanier war dieses Modell das erste, eigene Auto ihres Lebens.

1965 begannen die Spanier dann damit erstmals Fahrzeuge ins Ausland zu exportieren: 150 Autos des Typs 1500 gingen per Luftfracht nach Kolumbien, den ersten Seat-Export-Markt. Kurz darauf wurde auch die Kombi-Version des 1500 präsentiert. Die Jahresproduktion überstieg zu diesem Zeitpunkt schon 100.000 Einheiten. In den späten 60er-Jahren folgten die Modelle 850, 124 und 1430.

Neue Seat-Modelle, unabhängig von Fiat

1970 hatten sich die Exportzahlen bereits verzehnfacht. Es folgten weitere Modellvarianten und Eigenentwicklungen auf Fiat-Basis wie das 124er Coupé (110 PS), das Seat 1200 Sport Coupé (67 PS) sowie das leistungsstärkere 1430 Sport Coupé mit Reihenvierzylinder und 77 PS. Letzteres war auch das erste Seat-Modell, das von Importeur Walter Hagen nach Deutschland eingeführt wurde.

Das Jahr 1974 markiert einen weiteren Meilenstein in der Seat-Geschichte, mit dem Bau des zweimillionsten Autos und dem Produktionsbeginn des Seat 133. Dessen Karosserie entsprach im Prinzip der des Fiat 126 Bambino - allerdings war die Seat-Version etwas größer und galt für viele als die erste echte eigenständige Entwicklung der Spanier. Nach der Auflösung der Kooperation mit dem italienischen Autobauer Fiat begann die Firma 1980 mit der Entwicklung der ersten eigenen Fahrzeuge Ronda, Ibiza, Malaga und Marbella.

Erster Seat Ibiza rollt 1984 vom Band

Der erste Seat Ibiza rollte am 27. April 1984 vom Band des Werkes der "Zona Franca"-Produktionsstätte in Barcelona. Ein Jahr zuvor hatte Seat die beiden Modelle Ronda und Fura präsentiert. Ebenfalls 1983 wurde die Seat Deutschland GmbH ins Leben gerufen. Darüber hinaus übernahm Seat nun auch den Verkauf von Audi- und VW-Modellen in Spanien, sowohl selbst gebauter als auch importierter Modelle.

Seat: Eine Marke des VW-Konzerns


Am 18. Juni 1986 wurde Seat dann komplett von Volkswagen übernommen. Mit einem Kredit über 1,5 Milliarden D-Mark bei der European Investment Bank (EIB) wurde der Bau des zukünftigen Werks und Stammsitzes in Martorell vorangetrieben - neue Modelle wie die Mittelklasse-Limousine Seat Toledo oder der Van Alhambra erblickten in den 90er-Jahren das Licht der automobilen Welt. Die Technik stammte nun weitgehend aus dem VW-Regal.

Seat setzt auf Öko-Modelle

Schon früh setzte der spanische Hersteller auf die Produktion sparsamer Kleinwagen-Modelle: 1998 wird der Seat Arosa 1,7 SDI nach einer Rekordfahrt als das sparsamste Serienfahrzeug der Welt in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen - an der Entwicklung sparsamer Öko-Modelle hält Seat bis heute fest. Die neuen Spritspar-Modelle im Portfolio erhalten den Beinamen "Ecomotive". Auch der im September 1999 auf der IAA vorgestellte Seat Leon - eine der wichtigste Neuerscheinungen in der Firmengeschichte - wird künftig als 105 PS starke Öko-Version mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 3,8 Liter Diesel zu haben sein. Eine Version mit Elektroantrieb (Seat Leon Twin Drive) soll ab 2014 in Serie gehen.

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