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Seat Ibiza Kaufberatung

Zweitürer, Viertürer oder lieber Kombi?

Seat Ibiza Foto: Arturo Rivas 32 Bilder

Eine fast schon unübersichtliche Schar an  Benzin- und Dieselmotoren bietet Seat für den Ibiza. Die Konfiguration bringt viele Fragen mit sich. Welche Kombination ist am Ende die richtige?

22.07.2011 Michael von Maydell

Frech stehen die Seat Ibiza da und verkörpern mit ihren kantig-markigen Linien tatkräftig ihr Image als peppiger, sportlicher Begleiter. Mit Erfolg. Die Seat-Verkäufe wachsen beständig. Mit 11.699 Ibiza-Zulassungen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres kann Seat eine Steigerung zu 2010 um 31,6 Prozent verbuchen.

Die Interessenten konnten und können zwischen drei Karosserievarianten - Zwei-, Viertürer und Kombi - sowie aus einem reichhaltigen Motorenprogramm wählen. Vom zweitürigen Einsteigermodell (Seat Ibiza SC) mit 60 PS für 10.990 Euro bis hin zum 180 PS starken Seat Ibiza Cupra reicht das Leistungsspektrum. Der Viertürer ist in allen Varianten 700 Euro teurer. Für den Kombi (Seat Ibiza ST), seit Juli 2010 auf dem Markt, berechnet Seat nochmals 800 Euro mehr.

VW Polo ist Basis für den Seat Ibiza

Basis aller drei Karossen bildet in jedem Fall die bewährte VW Polo-Plattform. Der Vorteil: Seat kann sich sowohl aus dem Motorenprogramm bedienen als auch die Wolfsburger Getriebe in den Seat Ibiza verbauen. So lässt sich der Seat Ibiza nicht nur mit konventionellen Saugern bestellen, sondern auch mit modernen Benzindirekteinspritzern, die optional sogar mit Siebengang-Doppelkupplungsgetrieben kombinierbar sind.

Aber damit nicht genug, denn der Kunde kann beim Seat Ibiza zudem zwischen sechs Ausstattungslinien und zahlreichen Paketen wählen. Ganz nach Belieben ist der Ibiza also ein günstiger Kleinwagen oder ein luxuriöser Begleiter, der mit Bi-Xenon-Licht, Ledersitzen und Sitzheizung verwöhnt. Auch hier profitiert der kleine Seat Ibiza von Volkswagen. Allen Modellen gemein sind zahlreiche Ablagen in Türen und Mittelkonsole sowie ein übersichtlich gestaltetes und solide verarbeitetes Cockpit.

ESP ist in jedem Fall Serie. Ebenso vier Airbags, zwei Isofix-Verankerungen auf der Rücksitzbank sowie elektrische Fensterheber vorne. Nicht standardmäßig für alle Seat Ibiza sind dagegen vier Scheibenbremsen. Alle 1,2-, 1,4-Liter- und LPG-Motoren (außer TSI) sind nur mit Trommelbremsen hinten verfügbar.

Dafür hat der Seat Ibiza fahrdynamisch einiges zu bieten. Entsprechend seinem jugendlich-frischen Image ist das Fahrwerk sportlich-straff abgestimmt. Passend dazu geben sich die Lenkung direkt und das Fünfgang-Schaltgetriebe hinreichend präzise. Wer es noch sportlicher angehen möchte, kann auch auf die Ausstattungslinien Sport beziehungsweise FR und Cupra zurückgreifen. Alle drei Linien für den Seat Ibiza sind mit modifizierten Stoßdämpfern und Federn ausgerüstet und deutlich straffer im Fahrverhalten.

Viel Auswahl bei Karosserie und Ausstattung des Seat Ibiza

Was ist wichtiger? Sportliches Design oder ein bequemer Zustieg zu allen Sitzplätzen sowie ein großer Laderaum? Bei der Konfiguration des Seat Ibiza steht zunächst diese Grundsatzentscheidung an. Der Seat Ibiza SC sowie sein 700 Euro teureres viertüriges Pendant bieten auf einer Länge von vier Metern lediglich ein Kofferraumvolumen von 292 Litern. Nach Umklappen der Rückbank stehen bei dachhoher Beladung bis zu 942 Liter zur Verfügung. Wem das reicht, dem sei noch der Hinweis mitgegeben, dass das Entern der hinteren Sitzplätze beim Seat Ibiza SC naturgemäß mühsamer als beim Viertürer ausfällt. Spätestens bei der Montage eines Kindersitzes dürfte man sich die hinteren Türen herbeiwünschen.

Beide Karossen sind mit (fast) allen Motoren kombinierbar - nur das Topmodell, der Seat Ibiza Cupra, ist ausschließlich als SC zu haben. Dessen 180 PS starker TSI ist aber ebenso wie der 150-PS-TSI, der 143 PS starke Diesel sowie der 1.6 LPG nicht für den Seat Ibiza ST verfügbar (1.500 Euro Aufpreis zum SC). Seat geht offenbar davon aus, dass diese Kombination zu wenig nachgefragt wird. Die stärksten Motoren für den 4,23 Meter langen ST sind daher der 1.2 TSI sowie der 1.6 TDI.

In jedem Fall bietet der größte Seat Ibiza viel Platz für Gepäck. 430 bis maximal 1.164 Liter Volumen stehen zur Verfügung. Die Heckklappe öffnet weit nach oben - und dank einer niedrigen Ladekante lässt sich der bis zu 1,3 Tonnen schwere Kombi schnell und einfach beladen.

Qual der Wahl der Ausstattungslinien

Ist die Entscheidung für die passende Karosserie gefallen, stehen fünf Ausstattungslinien zur Wahl. Die Basis ist lediglich in Kombination mit einem wenig attraktiven Motor (1.2 12V) zu haben und sollte bei der Kaufentscheidung eher nicht berücksichtigt werden. Darüber rangiert dann schon die "Reference" genannte Ausstattungslinie, mit der der Seat Ibiza SC zum Preis von 11.990 Euro erhältlich ist.

Zum Serienumfang gehören bereits ein höhenverstellbarer Vordersitz, eine 12-Volt-Steckdose sowie elektrische Fensterheber. ESP und vier Airbags sind in allen Varianten des Seat Ibiza Serie. Mit der 1.500 Euro teureren Style-Ausführung zieht dann der Luxus im Seat Ibiza an. Die Außenspiegel lassen sich elektrisch einstellen und beheizen, eine Klimaanlage sorgt für kühle Luft, ein Bordcomputer informiert über die wichtigsten Daten, und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen verschönern die Optik.

Zudem erschließen sich mit der Investition in Style eventuell relevante Optionen. So sind für 490 Euro ein Audiosystem mit CD-Player und Aux-in-Anschluss zu haben, zum Preis von 100 Euro bietet Seat einen Tempomat an, und für 350 Euro Zuzahlung lässt sich der Seat Ibiza mit einer Klimaautomatik ausrüsten. In zahlreichen Paketen hat Seat Kombinationen geschnürt, mit denen sich der Ibiza sinnvoll aufwerten lässt - beispielsweise mit dem Technik- oder Winterpaket.

Nur Bi-Xenonlicht ist nicht verfügbar. In diesen Genuss kommen erst die Käufer, die sich für einen Seat Ibiza "Sport" (1.000 Euro Aufpreis zu Style) entscheiden und 800 Euro zuzahlen. Den stärkeren Motoren vorbehalten, bringt "Sport" ein strafferes Fahrwerk, 16-Zoll-Aluräder und ausgezeichnete Sportsitze mit und stellt damit die Alternative dar für alle, denen die noch sportlicheren FR- und Cupra-Modelle zu teuer sind.

Breite Palette an Motoren

Das Motorenportfolio des Seat Ibiza umfasst sechs Benziner, vier Diesel sowie einen 81 PS starken und 1,6 Liter großen Vierzylinder, der sich mit Autogas (LPG) betreiben lässt. Dieses Aggregat stand uns leider nicht zur Verfügung, dafür die fünf attraktivsten Benziner sowie drei moderne Turbodieseldirekteinspritzer.

Auf der Seite der Benziner lässt sich generell unterscheiden zwischen den klassischen Saugern (1.2 und 1.4 16V) sowie den moderneren TSI-Aggregaten mit Turbolader und Benzindirekteinspritzung. Außer einem geringeren Einstiegspreis haben die Sauger den sparsamen und drehmomentkräftigen Turbos nichts entgegenzusetzen.

Wer auf den Preis schaut und seinen Seat Ibiza nur gelegentlich auf die Autobahn ausführt, dem sei aber der 1.2 12 V mit 70 PS angeraten. Untermalt von kernigem Dreizylinder-Sound bringt er den Seat Ibiza auch in der Kombivariante flott durch den Stuttgarter Verkehr.

Als rundum empfehlenswerter Motor tat sich der 105 PS starke TSI hervor. Der Vierzylinder läuft leise, ist mit seinen 175 Newtonmeter Drehmoment ausreichend durchzugsstark und lässt sich entsprechend flott bewegen. Zudem lässt sich der Benziner als Einziger mit dem feinen Siebengang-DSG kombinieren. Die beiden stärkeren 1.4 TSI verfügen zwar bereits serienmäßig über das völlig ruckfrei agierende Getriebe, sind aber als Seat Ibiza FR und Seat Ibiza Cupra auch deutlich teurer.

Ähnlich ist auch der ausgesprochen kräftige Seat Ibiza 2.0 TDI mit 143 PS eingepreist. Dieselfreunden sei daher der 105 PS starke TDI empfohlen. Er bietet deutlich mehr Power als der sparsame Dreizylinder und ist daher ein guter Kompromiss.

Benziner bevorzugt

Die hinsichtlich Betriebskosten deutlich günstigeren Diesel des Seat Ibizarentieren sich erst bei Jahreslaufleistungen, die deutlich über 15.000 Kilometern liegen. Und: die Steuern, die hohen Einstiegspreise sowie der damit verbundene hohe Wertverlust. Nur der besonders sparsame 1.2 TDI ist kaum teurer als der gleichgroße Benziner und ist damit der ideale Motor für den täglichen Pendlerverkehr.

Unter den Benzinern sticht der 1.2 TSI mit den niedrigsten Betriebskosten und jährlichen Festkosten hervor. Deutlich mehr budgetbelastend sind die stark motorisierten Seat Ibiza 1.4 TSI mit 150 und 180 PS. Ihr sportlicher Charakter bringt eine hohe Versicherungseinstufung mit sich, und auch der Wertverlust fällt entsprechend hoch aus. Einen guten Kompromiss aus Kosten und ansprechender Dynamik stellt auch der Seat Ibiza 1.2 TSI in Sport-Ausführung dar.

Die sportlichen Top-Modelle des Seat Ibiza

Optional lässt sich der 21.990 Euro teure Seat Ibiza Cupra mit rot lackierten Sportbremsen sowie einem optisch auffälligen "Bocanegra"-Designpaket (810 Euro) ordern.

Eine Stufe darunter rangieren die FR-Varianten des Seat Ibiza. Ebenfalls mit einem strafferen Fahrwerk und einer sportlichen Ausstattung ausgerüstet, lässt sich der Seat Ibiza als FR aber mit zwei Motoren (1.4 TSI und 2.0 TDI) sowie als Zwei- oder Viertürer bestellen.

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