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Seat Leon ST Leserfahraktion

Spaß ist die Hauptsache

Seat Leon, ST, Leser-Testdrive Foto: Seat 20 Bilder

Am Ende war vielleicht einfach nur der Wal schuld. Schließlich musste er, ein aufblasbares Gummitier von beachtlicher Größe, leider draußen bleiben. Ärgerlich - wo doch selbst der Ikea-Tisch im 1.470 Liter fassenden Kofferraum des Seat Leon ST verschwunden ist. Übrigens ohne einen einzigen Kratzer zu hinterlassen. 

20.02.2014 Michael von Maydell

Wer den Wal nicht reinkriegt, bekommt weniger Punkte

Obwohl alle sonstigen Rallyeübungen von auto motor und sport-Gewinner Christian-Hendrik Knappe und seiner Partnerin Stephanie Stauder weitgehend mit Bravour gelöst wurden, ging deshalb der finale Sieg an ein anderes Pärchen. Wer den Wal nicht in den Seat Leon ST reinkriegt, bekommt eben weniger Punkte. Und dass man auch die Luft rauslassen konnte, daran hatten die wenigsten gedacht "Macht nix", lautete der Kommentar des Audi-S4-Fahrers, "Hauptsache, es macht Spaß."

Und der kam bei der ersten Leserfahraktion von Seat und auto motor und sport rund um Barcelona nun wirklich nicht zu kurz. Angefangen bei einer ausführlichen Führung durch das Seat-Werk in Martorell über Abende voller Autodiskussionen, Touren durchs sonnige Barcelona bis hin zur besagten Rallye.

Seat Leon ST vollpacken, einparken und abbremsen

Neben der "Tetris"-Wertung mit dem Ziel, den Kombi mit unterschiedlich großen und unterschiedlich bewerteten Gepäckstücken zu beladen, galt es beispielsweise auch, auf einem Zielstrich exakt zu bremsen - natürlich ohne den Kopf aus dem Fenster zu recken. Der Klassiker und ebenso schwer: möglichst schnell und exakt in eine enge Lücke rückwärts einparken. Wohl dem, dessen Partner oder Partnerin von draußen geschickt einweisen konnte. Dagegen eher etwas für Mathematiker: die Durchfahrtsprüfung auf einem Parkplatz. Hier mussten 50 Meter nach 30 Sekunden befahren sein. Wer wusste, wie breit spanische Parkbuchten sind, hatte schon gewonnen.

Richtig Laune machte zudem ein Slalom, den es  rückwärts zu bewältigen galt. Nach so viel Action düsten die Teilnehmer gut gelaunt zurück zum Hotel "W" (sprich: Doubleyou), einem prächtigen Bau am Meer mit direktem Blick auf Barcelona und den Hafen. Bei katalanischem Essen und gutem Wein in einem noblen Restaurant auf dem Montjuic ließ man schließlich den Tag Revue passieren und diskutierte mit den anderen Gewinnern die Vorzüge des Seat.

Tricky ist das Fahren ohne ESP

Einhellige Meinung: "Fahrwerk und Design passen – der 105-PS-Benziner ist für sportliche Einsätze aber nur bedingt geeignet." Ob es nun der ebenfalls erfahrbare 105-PS-TDI oder der 1.4 TSI mit 140 PS sein muss, blieb hingegen eher der jährlichen Fahrleistung überlassen.

Am nächsten Morgen, auf einer Rennstecke nahe Castelloli, ging es dann wieder richtig zur Sache. Zum Warmwerden stand zunächst eine lockere Slalomübung auf dem Plan. Deutlich mehr ins Schwitzen kamen die auto motor und sport-Leser dann bei verschiedenen Ausweichübungen auf nasser Strecke. Schon mal ohne ABS auf eisglattem Geläuf ein Ausweichmanöver gestartet? Hier kam der Spruch vom "Hütchen umfahren nicht umfahren" zum Zuge. Ebenfalls tricky: das Fahren ohne ESP durch nasse Kurven – und der Beifahrer zieht überraschend die Handbremse. Schnelles Gegenlenken war also angesagt. Dass der spanische Instruktor heftig winkend unverständliche Anweisungen gab, machte das Manöver auch nicht einfacher.

Im Stile eines Einkaufswagens

Mancher zog es vor, eine Runde zuzugucken. Ebenfalls sehenswert: die Tanzeinlagen des ST im Stile eines führungslosen Einkaufswagens. Rollen unter den Hinterrädern machten es möglich. Abschließend ging es dann auf ein paar schnelle Runden über die Rennstrecke, zunächst in Kolonne, dann als Beifahrer neben Instruktoren, zu denen auch Rallyeweltmeister zählten. Ein Erlebnis, das der sportlich abgestimmte Kombi gerne mitmachte. Während einige Teilnehmer gar nicht genug Runden drehen konnten, stiegen andere schnell wieder aus. Zu viele Kurven können den Magen eben verwirren. Dennoch verabschiedeten sich Leser und Redakteur fröhlich von Auto und Rennstrecke. Der Tenor: tolles Event, klasse Wagen. Gerne wieder.

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