Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Seat

Stellenabbau fixiert

Foto: Seat

Update ++ Die spanische Volkswagen-Tochter Seat will angesichts ihrer Absatz- und Ertragskrise knapp 1.350 Stellen streichen. Damit solle die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden, sagte Personal-Vorstand Ramón Paredes am Freitag (4.11.) in Barcelona.

04.11.2005

Der Abbau sei angesichts des stagnierenden Marktes und des sich daraus ergebenden schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gerechtfertigt. Die Gewerkschaften lehnten das Vorhaben dagegen ab und riefen die rund 16.000 Beschäftigten für den kommenden Donnerstag zu einem 24-stündigen Streik auf. Auf einer Demonstration soll gegen den Stellenabbau protestiert werden.

"In der Autobranche gibt es zwei Dinge, die unverzeihlich sind: Keine Entscheidungen zu treffen oder sie zu spät zu treffen", sagte Paredes. Aus Protest gegen die Sparpläne des Unternehmens hatten die Mitarbeiter bereits Ende Oktober kurzzeitig die Arbeit niedergelegt. Um die Überkapazitäten angesichts gesunkener Produktionszahlen abzubauen schlug Seat zudem vor, die Arbeitszeiten und die Löhne um zehn Prozent zu kürzen. Die Gewerkschaften sprachen sich stattdessen für eine Vorruhestandsregelung für Mitarbeiter im Alter von mehr als 58 Jahren aus. Dies wies Seat als zu teuer zurück.

In Verhandlungen soll nun eine Einigung gefunden werden. Nach spanischem Recht haben Unternehmen und Gewerkschaften dafür einen Monat Zeit. Die Frist kann aber auch verlängert werden. Mit dem Abbau könnte somit frühestens im Dezember begonnen werden. Die Regionalregierung Kataloniens in Barcelona bot sich als Vermittler an.

Seat ist bereits seit längerem ein Sorgenkind im VW-Konzern. 2004 waren die weltweiten Verkäufe der Marke um fast vier Prozent auf 442.000 Fahrzeuge zurückgegangen. Von Januar bis Ende August 2005 sanken die Pkw-Neuzulassungen von Seat in Europa um fast fünf Prozent auf 257.000. Im Rundfunk hieß es, seit dem Jahr 2000 sei die Produktion um 24 Prozent gesunken.

Vor knapp zwei Monaten hatte der Volkswagen-Konzern Spekulationen über einen Verkauf von Seat oder eine Schließung des Werkes in Martorell bei Barcelona zurückgewiesen. Trotz der schlechten Zahlen wolle VW an dem spanischen Autohersteller festhalten. Ein VW-Konzernsprecher sagte damals, Seat müsse wie alle anderen Marken die vom Konzern vorgegebenen Renditeziele erreichen. Dazu bedürfe es einer "Neuausrichtung" mit neuen Modellen, Marketingmaßnahmen und einem Imagewandel.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige