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SEMA 2008

Strahlend überdreht

Foto: Greg Jarem 45 Bilder

Vor einer rund drei Meter hohen, mehrstöckigen Felgenwand kauern ein weißer Rolls Royce Phantom, ein grüner Lamborghini Gallardo und ein schwarzer Porsche 911, alle tiefergelegt auf überdimensionalen Felgen.

05.11.2008

Die Besucher werden von ebenfalls sichtbar getunten Hostessen, die sich zu Hip Hop-Rhythmen auf Lack und Chrom wälzen, ausgezeichnet unterhalten. 

Auf dem Asanti-Stand findet man sie, die 42-Zoll-Felge für den Hummer H3 oder die komplett mit Brillis besetzten Alus für Ferrari. Highend-Tuning für Rapstars und solche die es gerne wären. Ein Satz kostet schon Zehntausende von Dollar. Aber, so ist die SEMA in Las Vegas nun einmal, wie die Spielerstadt selbst: Strahlend, reich und immer etwas überdreht.

Tribut an die Wirtschaftskrise

Doch auch für den Durchschnittskunden finden sich 2008 jede Menge Highlights. General Motors etwa hat seine Designer darauf angesetzt, zur SEMA Tuning-Kits für den Chevrolet Camaro zu kreieren, die man später für wenige Dollars beim Händler kaufen kann. "Wir wollten bezahlbares, aber dennoch faszinierendes Tuning machen", sagt Designer Sangyup Lee, zuständig für die Außenhaut der Camaros. Und das ist gelungen: Das Paket für einen schwarzen Camaro macht das Modell rund 3.000 Dollar teurer - Felgen inklusive. Ein Tribut an die Wirtschaftskrise.

Auch das Thema hohe Spritpreise hat selbst die kraftstrotzende SEMA erreicht. "Die Trucks sind nicht mehr so dominant wie früher", sagt Greg. Der Texaner kommt schon seit Jahren zur SEMA, hat deshalb einen guten Blick für die Trends. Bei Ford stehen passend dazu unterschiedlich umgestaltete Ford Flex im Mittelpunkt. Aufgepeppte "Hockey-Mum Autos" statt dicke V8-Boliden. Tuner Piloti hat sogar versucht im Auftrag von Ford einen Transit Connect aus deutscher Produktion ein wenig aufzumöbeln. Herausgekommen ist ein bubiblauer Handwerkerwagen mit Sportsitzen und Hosenträgergurten. Dazu zwei weiße Rallyestreifen und eine fette Musikanlage. Ob das was für die Amerikaner ist? "Er ist halt sparsam", antwortet Robert Mangione von Piloti. Enthusiasmus klingt anders.

Doch auf der Südseite der Central Hall ist die SEMA dann wieder die beeindruckende, abgedrehte Auto-Show wie sie von Tuning-Fans auf der ganzen Welt geliebt wird. Die "Hot Rod Alley" präsentiert 57er Chevys neben Hot Rods in Mehrfarbenlackierung. Alle bis zur Perfektion durchgestylt. Im Motorraum kein bisschen Staub, Jimmys Ford Country Squire im Woody-Design oder die Harley mit lackierten Szenen aus dem Film "Der Pate". Einfach genial verrückt.

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