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Senioren am Steuer

Verkehrsexperten sind gegen Altersgrenze

Verkehrsseminar Senioren Foto: dpa 28 Bilder

Anlässlich des "Internationalen Tages der älteren Menschen" am 1. Oktober warnt der VdTüv davor, Senioren am Steuer pauschal als die schlechteren Autofahrer zu verurteilen. Das größere Risiko gehe vielmehr von Fahranfängern zwischen 18 und 24 Jahren aus.

01.10.2009

Wie die Verkehrsexperten des Verbandes der Tüv e.V. (VdTüv) vermelden, seien Senioren nicht unbedingt die schlechteren Autofahrer. Daher warnt der Verband davor, älteren Menschen eine regelmäßige Überprüfung ihrer Fahreignung aufzuerlegen.

Unfallrisiko bei jungen Fahrern um bis zu sechs Mal höher

Stattdessen seien freiwillige Checks bei Verkehrspsychologen sowohl für Senioren als auch für jüngere Autofahrer der richtige Weg, um die eigene geistige und körperliche Fitness beurteilen zu lassen. Solche Checks bieten Tüv und Dekra an. Sie werden von Verkehrspsychologen durchgeführt. Diese unterliegen der Schweigepflicht und teilen die Ergebnisse der Untersuchung ausschließlich dem Teilnehmer im Rahmen eines persönlichen Gesprächs mit.

Die Verkehrsexperten des VdTüv lehnen die Festlegung einer Altersgrenze, ab der eine Fahrtüchtigkeitsprüfung vorgeschrieben wird, als höchst problematisch ab. Gerade für Senioren sei Mobilität besonders wichtig, um am täglichen Leben teilnehmen zu können. Zudem hätten sie im Vergleich zu jüngeren Autofahrern den Vorteil, dass sie über einen größeren Erfahrungsschatz im Straßenverkehr verfügten und umsichtiger unterwegs seien. Darüber hinaus könnten sie Stress besser vermeiden als junge Fahrer. Laut Statistik liegt das Risiko einer Unfallbeteiligung bei Fahranfängern zwischen 18 und 24 Jahren um bis zu sechs Mal höher als bei den über 65-jährigen Autofahrern.

Nur ausgeruht fahren- Pausen einlegen
Fahrten bei Dämmerung/ Nacht möglichst vermeiden und das Sehvermögen regelmäßig kontrollieren lassen
Bei Krankheit oder reduziertem Gesundheitszustand: Hausarzt nach Fahrtauglichkeit fragen oder an einem Fitness-Check teilnehmen
Bei Einnahme von Medikamenten: Genaue Information vom Arzt einholen / Beipackzettel lesen
Besondere Vorsicht nach Alkoholkonsum (auch kleinere Mengen)!
Überforderungen vermeiden – Fahrt planen
Eigenes Fahrverhalten selbstkritisch beobachten
Tipps für die Autowahl
Hohe Sitzposition: Idealerweise ist der Sitz genau auf Höhe der Hüfte, wenn man neben dem Auto steht. Sehr zu empfehlen, aber selten sind schwenkbare Sitze, die das Ein- und Aussteigen zusätzlich erleichtern.
Komfort: Von Servolenkung bis Klimaanlage, Sound-System und Navigationsgerät. Der VdTÜV empfiehlt, auf möglichst einfache und verständliche Bedienbarkeit zu achten, die nicht vom Verkehrsgeschehen ablenkt
Assistenz: ABS, ESP, Distanzmelder, Parksensoren oder Nachtsicht-Einrichtungen erleichtern genaue Manöver mit den Autos.
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