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Service Fahrassistenzsysteme

Hilfe für den Fahrer

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Immer mehr Autos bremsen von selbst, greifen beim Verlassen der Fahrspur automatisch ein oder überwachen den toten Winkel. Wer trägt die Verantwortung, wenn trotzdem etwas passiert? Die Systeme und die Rechtslage

06.11.2008 Powered by

Zunächst eine Begriffsklärung. Als „Fahrerassistenzsysteme“ werden umgangssprachlich viele Techniken bezeichnet, die dem Autofahrer das Leben erleichtern sollen. Auch Navigationsgeräte, Einparkhilfen sowie Kurven- und Abbiegelicht werden häufig mit diesem Etikett versehen. Fachleute jedoch verstehen darunter vor allem drei Systeme: Abstandshalter mit Crashwarner und Bremsassistenten, Spurhalteassistenten und die Techniken zur Überwachung des toten Winkels mit Warnung vor Kollisionen. Wie diese Systeme grundsätzlich funktionieren und welche wichtigen Varianten es gibt, ist in unserem Lexikon zu lesen. Die Technik, die Auffahrunfälle zu vermeiden oder abzuschwächen hilft, ist besonders weit entwickelt, arbeitet zuverlässig und wird von den Experten übereinstimmend als das wichtigste Assistenzsystem angesehen. Dazu Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV): „Bereits die heutigen radar­basierten Notbremsassistenten könnten bis zu zehn Prozent aller Pkw-Unfälle verhindern, wenn jedes Fahrzeug mit der Technik ausgestattet wäre.“ AUTO/4WheelFun war bei Versuchen der UDV auf der südenglischen Teststrecke Transport Research Laboratory (TRL) dabei und hatte Gelegenheit, selbst hinter dem Lenkrad der Fahrzeuge zu sitzen. Getestet wurden die Systeme dreier Autohersteller: Distronic Plus & Bas Plus von Mercedes, ACC sowie CMBS von Honda und City Safety System von Volvo. Ergebnis in allen Fällen: Obwohl die Fahrer die Autos bewusst  in höchst gefährliche Situation hineinsteuerten, blieben die ansonsten unvermeidbaren schlimmen Folgen aus. Zunächst machten Warnsignale auf die Gefahr aufmerksam, dann bremsten die Fahrzeuge selbsttätig ab. Einige Crashs konnten komplett vermieden werden, in allen anderen Fällen wurden die Auswirkungen bis zur Bagatelle minimiert. Die Technik scheint klüger zu sein als der Fahrer, zumindest aber aufmerksamer und reaktionsschneller. Brisante Frage: Wer ist schuld, wenn trotzdem etwas passiert? Kann sich der Fahrer damit rausreden, er habe sich auf die Technik verlassen, die offensichtlich nicht zuverlässig funktioniert hat? „Die Verantwortung bleibt ohne Wenn und Aber beim Fahrer, er muss jederzeit Herr des Geschehens sein“, erklärt Markus Schäpe von der juristischen Zentrale des ADAC. Assistenzsysteme machen das, was schon der Begriff sagt: Sie assistieren dem Fahrer, helfen ihm. Sie sollen und dürfen nicht die Verantwortung übernehmen. Das entspricht exakt dem Wiener Straßenverkehrsübereinkommen für Europa von 1968, nach dem der Fahrer immer die Verantwortung für die Führung des Fahrzeugs hat. Aber bremsen denn beispielsweise die Autos nicht selbstständig? Nur bedingt! Wie die Systeme den Fahrer vor Fehlern bewahren, ohne ihm die Verantwortung abzunehmen, wird in unserem 4Wheel Fun-Sicherheits-Spezial in den Abschnitten zu den jeweiligen Verfahren erläutert.

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