Service Inspektionen: Was bringen Service-Pakete für ältere Autos?

Service-Pakete für ältere Autos

Mit günstigen Service Paketen für ältere Autos versuchen Vertragshändler, Kunden von freien Schraubern wieder zurück in ihre Markenwerkstatt zu locken.

Spätestens wenn die Garantiezeit abgelaufen ist, kommen Autobesitzer ins Grübeln: Muss es wirklich noch die vermeintlich teure Inspektion beim Vertragshändler sein? Schließlich locken freie Werkstattketten wie ATU und Pit Stop oder der unabhängige Schrauber im Ort mit deutlich niedrigeren Tarifen.

Bis zu 20 Prozent Ersparnis sind möglich

Schlecht für die Vertragshändler, weil der Kunde nur selten wieder den Weg zurück findet. Somit fehlt ein regelmäßiger Umsatzbringer in Zeiten, in denen mit der Werkstatt der Großteil des Gewinns erwirtschaftet wird. Auch die Hersteller können über diese Entwicklung kaum erfreut sein, da der turnusmäßige Werkstattbesuch für sie ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung ist. Denn wer sich beim Markenhändler gut betreut fühlt, kauft sein nächstes Auto wahrscheinlich wieder von der gleichen Marke. Um Kunden wieder zurückzuholen, setzen viele Hersteller auf günstige Paketangebote für gängige Service-Arbeiten, angefangen bei Inspektionen über Bremsscheibenwechsel und Auspuffreparatur bis hin zu kostenlosen Fahrzeugchecks. Sprich: Sie versuchen, die Werkstattketten mit deren Mitteln zu schlagen, und versprechen bis zu 20 Prozent Ersparnis.

Wer bei Inspektionen sparen möchte, muss Preise vergleichen

Ein Lockmittel neben den niedrigen Preisen ist dabei der Stempel der Vertragswerkstatt. Bei einem Fahrzeugverkauf, so die Argumentation der Hersteller, macht sich der Nachweis der Vertragswerkstatt besser als der einer freien. Außerdem wirbt zum Beispiel Volkswagen mit einer Verlängerung der Mobilitätsgarantie nach Durchführung der Inspektion. Allerdings gibt es die günstigen Wartungspakete nicht flächendeckend. Das liegt zum einen daran, dass die Hersteller den Vertragswerkstätten kaum verbindliche Vorgaben zu deren Wartungsangeboten machen können. So erhalten BMW-Fahrer derzeit nur in München den "Service Plus". Wer sparen möchte, muss Preise vergleichen.

Eine Portion Skepsis kann dabei nicht schaden, denn die Lockangebote umfassen zwar meist Arbeitskosten und Material, gelten aber häufig nur für einen insgesamt etwas abgespeckten Inspektionsumfang. Gut möglich, dass die Rechnung unterm Strich höher ausfällt. Wer bei der Abholung nicht aus allen Wolken fallen möchte, sollte bei der Direktannahme mit dem Meister besprechen, was genau gemacht werden soll.

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René Olma

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