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BMW E9-Coupé

Weit über 200.000 km - bei guter Wartung

BMW E9-Coupé (2.5 CS bis 3.0 CSL) Foto: Hardy Mutschler 8 Bilder

BMW E9-Coupés sind alltagstauglich, und ihre Technik weist keine konstruktiven Schwachpunkte auf. Die Ausgaben für Service und Wartung halten sich in erträglichem Rahmen. Experten sagen, worauf speziell zu achten ist.

30.03.2007 Bernd Woytal Powered by

"Sie sind überall in Meister-Reichweite, wo sie auch fahren."

Dieser beruhigende Satz steht in der Betriebsanleitung für den BMW 3.0 CS und machte die Besitzer dieser Autos auf das damals dichte BMW-Service-Netz in Deutschland aufmerksam.

Hintergrundwissen ist wichtig

An BMW-Werkstätten mangelt es auch heute nicht. Doch leider ist in den meisten Betrieben das nötige Fachwissen zur Wartung der E9-Coupés nicht mehr vorhanden. Natürlich greift der eine oder andere E9-Besitzer gern selbst zum Schraubenschlüssel. Einige entwickeln dabei ein beachtliches Talent, doch sehr häufig geht etwas daneben, weil nötiges Hintergrundwissen fehlt oder im Zubehör Teile gekauft werden, die nicht zum Fahrzeug passen.

Dazu zählen untaugliche Zündkabel, Kerzenstecker sowie Zündkerzen mit falschem Wärmewert oder mit Widerstand, was etwa zu einem schlechteren Zündverhalten des Motors führt. "Typisch ist auch die Montage eines falschen Unterbrecherkontakts", weiß Georg Lutz von Procar.

Auf die Thermik achten

Fehler passieren ebenfalls, wenn unwissentlich nicht miteinander kompatible Bauteile bei Reparaturen von M30-Motoren verwendet werden. Oder wer weiß schon, dass verschiedene Ausführungen des Vergasers Zenith INAT im gleichen Modell zum Einsatz kamen? Nichts für Laien ist natürlich auch die D-Jetronic im 3.0 CSi.

Neben der Gemischaufbereitung sollte man die Thermik des Sechszylinders im Auge behalten. Aber nicht, weil es sich um eine Fehlkonstruktion handelt. Hier geht es um andere Dinge wie beispielsweise um altersbedingte Schäden. "Mit der Zeit werden eben die Kühlwasserschläuche hart, und man sollte sie austauschen", meint E9-Spezialist Dieter Tögel aus dem hessischen Hochheim.

"Keine unterdimensionierten Teile."

Auch der Bremsanlage sollte man ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit widmen. Speziell die Anlage im Dreiliter-Coupé mit innenbelüfteten Scheiben vorn und hinten, Vierkolben-Festsattel und zwei Leitungszuführungen vorn und Zweikolben-Festsattel hinten fiel besonders aufwendig aus. Doch schlecht gewartet oder bei Fahrzeugen, die längere Zeit stehen, neigen die Bremsen zum Festgehen oder einseitigem Ziehen.

"Problem Nummer eins sind die Bremsschläuche"

... sagt Dieter Tögel. Zur korrekten Wartung ist aber nicht nur auf den Zustand der Bremsschläuche, -beläge und -kolben zu achten, sondern auch auf einen regelmäßigen Wechsel der Bremsflüssigkeit, wofür die Werkstatt etwa 100 Euro berechnet. Allgemein ist festzustellen, dass das E9-Coupé nicht besonders wartungsbedürftig ist. Keine Bauteile sind unterdimensioniert, und es gibt keine besonders erwähnenswerten mechanischen oder elektrischen Schwachpunkte.

"Diese Autos sind für weit über 200.000 Kilometer ausgelegt", bringt es Georg Lutz auf den Punkt, "wenn sie vernünftig gewartet werden."

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