Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Service: Vernetzte Systeme

Wie von Geisterhand

5 Bilder

Der Fahrer denkt, die Elektronik lenkt. Mehr Sicherheit und Komfort dank Computerhilfe und vernetzter Systeme. Volkswagen testet - verrät allerdings noch nicht, wann diese Technik in Serienfahrzeugen wie den VW Tiguan zum Einsatz kommen wird.

06.11.2008 Powered by

Gemütlich schnürt der VW Passat mit Tempo 80 eine Landstraße entlang, sein Fahrer hält locker die Hände am Lenkrad, als sich eine Kurve auftut. Noch bevor der Mann am Volant reagieren kann, wird ihm dieses quasi abgenommen. Wie von Geisterhand lenkt der Passat selbsttätig in die Kurve ein, hält den Radius und fährt am Ende der Biegung wieder geradeaus – auf seiner vorgeschriebenen rechten Fahrspur. Selbst ein vor ihm parkendes Auto, das halb auf der Straße steht, bringt ihn nicht aus dem Konzept: Die Limousine bremst kurz und umkurvt dann elegant das Hindernis – der Fahrer kann dabei die Hände im Schoß lassen. Natürlich noch nicht im öffentlichen Straßenverkehr, sondern bislang nur auf der Versuchsstrecke Ehra-Lessien. Dort sind die VW-Techniker gerade dabei, die nächste Generation von Fahrer-Assistenzsystemen zu entwickeln. Nach der automatischen Distanzregelung, die den richtigen Abstand zum Vordermann hält und fallweise bis zum Stillstand runterbremst, sowie dem Spurhalte-Assistenten – beides schon in der Mittelklasse zu haben – geht es jetzt um die sogenannte Integrierte Querführung. Dabei werden die genannten Systeme miteinander verknüpft. Zusätzlich überwachen eine Stereo-Videokamera und Radarsensoren vorausschauend und kontinuierlich das Fahrzeugumfeld. Ein Computer vergleicht deren Signale mit den Daten der Navi-Karten und gibt entsprechende Lenk- oder Bremsbefehle, um weder von der Fahrbahn abzukommen noch in den Gegenverkehr zu geraten. Bis dieser Unfallverhinderer produktionsreif ist, werden noch drei, vier Jahre vergehen. Dann soll auch die Pyro-Bremse in Serie gehen, die – radargesteuert – per Sprengkapsel eine Vollbremsung auslöst, wenn eine Kollision nicht mehr zu verhindern ist. Das geschieht  innerhalb von 80 Millisekunden – deutlich schneller als bei einem Bremsassistenten – und verringert das Fahrzeugtempo um fünf bis sieben km/h – beim Crash eine Welt. Weniger der körperliche Unversehrtheit als dem Komfort und fallweise dem Portemonnaie dienen der kommende vollautomatische Parkassistent für Kopfparklücken und der Parkhausassistent. Letzterer verhindert durch Rundumüberwachung und eindeutige Warnungen ärgerliche Kratzer und Beulen in engen, dunklen Garagen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige