Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Service: Warnsysteme

"Hier bin ich"

Warnsysteme 3 Bilder

Auto eins an alle: "Achtung, habe Panne und blockiere Fahrspur." Auto zwei: "Danke, gebe Meldung weiter und warne meinen Piloten." Auto drei: "Macht Platz, von hinten naht schon der Abschlepper." Okay, das Gespräch ist frei erfunden – Autos reden nicht miteinander. Oder doch? Per Funk sollen Autos über Gefahren kommunizieren. Erste Tests laufen bereits.

07.11.2008

Gespräche, Informationsaustausch, Kommunikation zwischen den Autos im laufenden Straßenverkehr? In drei Jahren sollen sie es tun - zunächst im Großversuch. In weniger als zehn Jahren sollen alle Fahrzeuge an der „car-to-car-communication“ teilnehmen. Schon jetzt bereiten sich Autohersteller und Zulieferer, aber auch öffentliche Verkehrszentralen im Rahmen des Großversuchs SIM-TD (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland) darauf vor. Audi, BMW, Fiat, Honda, Mercedes, Opel, Renault, Volvo und VW entwickeln zusammen mit Zulieferern wie Alpine, Bosch, Continental und Delphi die notwendige Technik. Die funktioniert so: Jedes Fahrzeug hat GPS zur Bestimmung der eigenen Position und eine WLAN-Funkstation, um Informationen zu senden und zu empfangen.

Ab 2011 sollen im Rhein-Main-Gebiet 400 Fahrzeuge – Autos, Motorräder und Lkw – auf der Straße proben, was im Labor bereits läuft. „Wir wissen, dass die Systeme einzeln für sich funktionieren, nun wollen wir ihre Praxistauglichkeit mit einer Vielzahl von Fahrzeugen unter realen Verkehrsbedingungen testen“, erklärt Mercedes-Forscher und SIM-TD-Projektleiter Dr. Christian Weiß. Dabei geht es auch darum, verbindliche technische Standards zu erarbeiten.

Die erste Hürde ist genommen – als einheitliche Sendefrequenz sind für Europa 5,9 Gigahertz vereinbart. Ein anderer Schwerpunkt ist die Gewinnung und Verarbeitung von Informationen: Wie erkennt das System Behinderung oder Gefährdung, welche Priorität bekommt sie? Schließlich sollte ein heranbrausender Rettungswagen eher angezeigt werden als ein Auto, das in zweiter Reihe parkt. SIM-TD hilft in verschiedenen Situationen (siehe Grafiken und Fotoshow): Nach einem Unfall ( erste Grafik im Text ) sendet das verunglückte Auto, ausgelöst beispielsweise durch die Auslösung des Airbags oder das Einschalten der Warnblinkanlage, ein Signal an die Fahrzeuge in der Nähe.

Einsatzfahrzeuge (großes Bild) werden früher erkannt, wenn sie sich auch durch ein Funksignal ankündigen. Versperrte Sicht führt gerade an Kreuzungen schnell zum Unfall – in der dritten Grafik wird der Motorradfahrer auf den Linksabbieger aufmerksam gemacht. Baustellen mit Zwang zum Spurwechsel (siehe Fotoshow) stellen keine Überraschung mehr dar. So kann SIM-TD das Fahren auf der Straße sicherer machen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige