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Shell-Chef streicht die Segel

Der Chef des niederländisch-britischen Ölkonzerns Shell, Sir Philip Watts, ist nach einer Fehleinschätzung über die Ölreserven des Unternehmens und einem Gewinneinbruch zurückgetreten.

03.03.2004

Wie Royal Dutch/Shell am Mittwoch (3.3.) in London mitteilte, erfolgte der Schritt nach einem Treffen des Vorstands "in gegenseitigem Einvernehmen". Der Rücktritt erfolgte wenige Wochen, nachdem Shell eingeräumt hatte, seinen Ölreserven um 20 Prozent zu hoch eingeschätzt zu haben. Daraufhin war es zu einem Kursrutsch gekommen.

Nachfolger von Watts als Direktoriumsvorsitzender wird Jeroen van der Veer, Präsident von Royal Dutch Petroleum, niederländischer Zweig des Konzerns. Gleichzeitig kündigte der Konzern eine Reihe von Umbesetzungen im Management mit sofortiger Wirkung an. "Ich denke, er stand unter so großem Druck, dass er keine Wahl hatte", sagte Bruce Evers, Ölanalyst der Bank Investec, zum Rücktritt von Watts.

Erst im Februar hatte der Konzern einen Gewinneinbruch für die letzten drei Monate des Geschäftsjahrs 2003 mitgeteilt. Der bereinigte Gewinn betrug 1,8 Milliarden Dollar, während Analysten mit bis zu 3,3 Milliarden gerechnet hatten. Einen Monat zuvor war das Unternehmen unter Druck geraten, als es eingeräumt hatte, seine Ölreserven um 20 Prozent zu hoch eingeschätzt zu haben. Der Kurs der Shell-Aktie war daraufhin abgerutscht.

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