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Die 10 neuesten Entwicklungen

Die 10 neuesten Entwicklungen

4Wheel Fun-Spezial

Anfang der 80er Jahre war ein Fahrer-Airbag noch Luxus, heute ist er Standard. Stillstand bedeutet Rückschritt, also legen die Autobauer weiter nach. Und dass viele der Neuentwicklungen die oft hohen Entwicklungskosten rechtfertigen, belegen Zahlen der Unfallstatistiken: Es werden immer weniger folgenschwere Unfälle registriert. Ein erfreulich positiver Trend. Auf welche Sicherheits-Features Sie sich freuen können, haben wir Ihnen in einem 10-Punkte-Lexikon der neuesten Errungenschaften automobiler Sicherheitstechniken zusammengestellt.

01.11.2008 Powered by

Sicherheit ist messbar. So zwingt zum Beispiel die Vereinigung Euro NCAP regelmäßig Fahrzeuge - darunter auch SUVs und Geländewagen - in einen kontrollierten Crash, um den Schutz erwachsener Fahrzeuginsassen, den Schutz mitfahrender Kinder und den Fußgängerschutz zu testen. Was Autobauer ganz aktuell an neuen Sicherheitstechniken entwickeln, um Unfälle zu vermeiden, haben wir für Sie in einem Kurz-Lexikon mit Links zu weiter führenden Artikeln zusammengestellt:

1. Abstandswarnung / Abstandstempomat

Per Radar oder Laser wird der Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen überwacht. Bei zu geringer Distanz folgen akustische und/oder visuelle Warnsignale. Ist ein Abstandstempomat aktiviert, wird der Mindestabstand zum vorausfahrenden Verkehr automatisch gehalten (zum Bremsvorgang siehe unten "Notbremsung").

2. Lichtsysteme

Schwaches Halogenlicht ist out, Xenonlampen sind angesagt. Gasentladungslampen (Xenon) strahlten zweieinhalb mal so hell wie die Halogenkonkurrenz, verbrauchen dabei ein Drittel weniger Energie. Das kräftigere Licht lässt sich mit der Leuchtdichte erklären, die ebenfalls zweieinhalb mal so hoch ausfällt. Es gibt Xenonscheinwerfer, die ihren Lichtkegel je nach Tempo selbstständig ändern - so genanntes Intelligentes Licht. Beim Kurvenlicht schwenken Stellmotoren die Linsen der Scheinwerfer passend zum Lenkeinschlag, Abbiegelicht schaltet sich automatisch zu, wenn das Lenkrad stark eingeschlagen wird.

3. Müdigkeitserkennung

Mercedes hat ein neues Assistenzsystem zur Warnung vor gefährlichem Sekundenschlaf entwickelt. Attention Assist erfasst Geschwindigkeit, Längs- und Querbeschleunigung, die Aktionen des Fahrers und äußere Einflüsse wie Seitenwind. Kernstück des Systems ist ein Sensor, der das Lenkverhalten beobachtet. So werden typische Zeichen für Übermüdung erkannt, und das System warnt optisch sowie akustisch. Serienstart ist im Frühjahr 2009.

4. Nachtsichtsystem

Bei BMW heißt das System Night Vision, bei Mercedes schlicht Nachtsichtassistent. Sie sollen den Fahrer nachts vor Personen und Tieren auf der Fahrbahn warnen. Bei BMW funktioniert dies mit einer Wärmebildkamera, die Objekte bis zu 300 Meter vor dem Fahrzeug erfasst. Die Informationen werden in schemenhafte Schwarzweißbilder umgewandelt, die auf dem Bildschirm im Cockpit zu sehen sind. Objekte, die Wärme abgeben, erscheinen dabei hell - der Rest dunkel. Bei Mercedes leuchtet eine in den Scheinwerfern integrierte Infrarotlampe einen Bereich von etwa 150 Meter vor dem Fahrzeug ab und erfasst auch dem Auge verborgene Gegenstände. Eine Schwarzweißkamera projiziert diese Bilder ins Tachodisplay.

5. Notbremsung

Volvo zielt mit seinem System City Safety – erstmals im Volvo XC60 serienmäßig eingesetzt – besonders auf die typischen Unfälle im Stadtverkehr. Damit sollen Auffahrunfälle bei bis zu 15?km/h komplett vermieden und Schäden bei Auffahrunfällen mit bis zu 30?km/h minimiert werden. Ein Laser scannt ständig den Bereich vor dem Auto, warnt optisch und akustisch bei drohender Gefahr und leitet notfalls automatisch eine Vollbremsung ein. Ein ähnliches Prinzip steckt hinter den Bremshilfe-Systemen anderer Automarken - zum Beispiel von Mercedes und Lexus. Reagiert der Fahrer bei höherer Geschwindigkeit – auch auf der Autobahn – nicht auf die Radar-Warnsignale, bremst das Fahrzeug selbsttätig - allerdings nur mit einer Teilkraft. Tritt dann auch der Fahrer auf die Bremse, wird mit Hilfe des Bremsassistenten sofort voll gebremst.

6. Seitenaufprallschutz

In Zusammenarbeit mit Autoherstellern und mit Forschungsinstituten entwickelt Zulieferer Faurecia derzeit ein Sicherheitssystem, das eine Kollision voraussieht und einen Seitenaufprallschutz aktiviert. Pre-Crash-Sensoren klappen 0,2 Sekunden vor einem Crash eine Stütze in der Tür um und lösen die Rückholfeder einer Metallstrebe unter den Sitzen. Der Vorgang dauert nur 0,66 Sekunden, so dass beim Crash die Aufprallenergie über die ganze Breite des Autos abgeleitet wird. Das System soll 2013 serienreif sein.

7. Spurhalteassistent

Er ist vor allem ein Helfer für die Autobahn und arbeitet in der Regel nicht unter 65?km/h. Prinzip: Verlässt der Fahrer ungewollt und ohne zu blinken die Spur, warnt das Fahrzeug den Fahrer – Citroën lässt diejenige Seite des Fahrersitzes vibrieren, auf der die überfahrene Markierung liegt, bei Audi und BMW vibriert das Lenkrad, bei Honda piept es. Die Linien-Überwachungstechnik ist unterschiedlich. So arbeitet Audi mit einer Kamera, Citroën mit Infrarot-Sensoren. Die Honda-Technik greift aktiv in die Lenkung ein, bei allen anderen Systemen muss der Fahrer selbst gegenlenken.

8. Tote-Winkel-Überwachung

Volvo begegnet der Problemzone "Toter Winkel" mit zwei Kameras, die die Überwachung des kritischen Bereichs übernehmen. Die eine sitzt im linken, die andere im rechten Außenspiegel. Befindet sich ein Fahrzeug im toten Winkel, blinkt ein Warnlicht auf der entsprechenden Seite auf. Andere Hersteller, etwa Mercedes und Audi, überwachen den toten Winkel per Radar und warnen über eine LED-Anzeige im oder am Spiegel. Die richtige Reaktion liegt aber weiterhin in der Verantwortung des Fahrers.

9. Verkehrszeichenerkennung

Opel setzt auf diese Technik und bietet beim Insignia eine Kamera mit Weitwinkel-Objektiv an, die zwischen Innenspiegel und Frontscheibe angebracht ist und jene Verkehrsschilder erfasst, die auf Tempolimits oder Überholverbote hinweisen. Ähnlich funktionieren die Systeme anderer Autohersteller wie Mercedes und BMW. Es besteht die Möglichkeit, dass einige Anbieter auch eine entsprechende Software im Paket haben, die die Fahreigenschaften beeinflusst – indem zum Beispiel bei einer Überschreitung des Tempolimits die Geschwindigkeit automatisch gedrosselt wird.?

10. Vernetzung von Assistenzsystemen

Einige Autohersteller arbeiten bereits an einer Verknüpfung der bereits auf dem Markt verfügbaren Assistenzsysteme. Ein Computer wertet alle aus den verschiedenen Quellen zusammengeführten Daten aus und steuert daraufhin wiederum die vernetzten Systeme. VW-Techniker schicken Protoypen mit dieser Technik bereits auf die Teststrecke: So umschifft ein Volkswagen wie von Geisterhand gesteuert auftauchende Hindernisse – dank Integrierter Querführung, so die Konzernbezeichnung für das Multitalent unter den Assistenzsystemen. Ebenfalls in der Testphase befindet sich ein hochentwickeltes Sicherheitssystem: car-to-car-communication. Damit kann eine Verbindung und somit ein Informationsaustausch zwischen den Fahrzeugen im Straßenverkehr aufgebaut werden. Ziel: Frühzeitig vor Gefahren warnen zu können.? Lesen Sie dazu auch: car-to-car-communication – "Hier bin ich" ?

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