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Auto Union Typ A bis C

Vor 75 Jahren: Der Mythos Silberpfeil entsteht

29 Bilder

Am 27. Mai 1934 findet ein Mythos seinen Anfang: An diesem Tag donnern die später als "Silberpfeile" bekannt gewordenen Rennwagen von Auto Union und Mercedes über die Avus.

26.05.2009 Kai Klauder Powered by

Die Rennwagen schienen aus einer anderen Welt zu kommen: Die Formen fließend, den noch wenig erforschten Gesetzen der Aerodynamik folgend, die Leistung gewaltig, die Höchstgeschwindigkeiten unvorstellbar - 1936 erreichten die Rennzigarren bis zu 380 km/h.

Auto Union Typ A bis C: Vor 75 Jahren: Der Mythos Silberpfeil entsteht 1:35 Min.

Die mutigen Piloten heißen Stuck, Momberger und Prinz

Für Auto Union starteten am 27. Mai 1934 die Fahrer Hans Stuck, August Momberger und Hermann Prinz. Die Piloten nahmen hinter dem großen Lenkrad des Auto Union Typ A Platz - und vor dem monumentalen Sechzehnzylinder-V-Motor mit 295 PS. Im folgenden Jahr wurden im Typ B schon 385 PS erreicht und die dritte Generation, Typ C, trug ein Sechsliter-Triebwerk mit 520 PS in seiner Mitte - bei nur 750 Kilogramm Gewicht, mehr erlaubte die Rennformel nicht.
 
Hinter der Entwicklung der Rennboliden stand Ferdinand Porsche, der im Auftrag von Auto Union in Zwickau die Rennabteilung beaufsichtigte. Das Unternehmen Auto Union war gerade zwei Jahre alt (1932 war es aus dem Zusammenschluss von Audi, DKW, Horch und Wanderer entstanden).

Defekte verhindern den Sieg

Wie überlegen die Silberpfeile ihren Konkurrenten waren, deutete sich schon im Training an. Hans Stuck legte einen Rundenschnitt von unglaublichen 245 km/h vor. Beim Rennen goss es wie aus Kübeln. Doch auch das konnte die Silberpfeile nicht bremsen. Innerhalb von nur zehn Runden fuhr Stuck einen Vorsprung von einer Minute heraus. August Momberger holte die Tagesbestzeit von 225,8 km/h.
 
Verhindern konnten den Sieg nur Defekte an den Auto Union-Rennwagen. Momberger erreichte schließlich als bester Auto Union-Pilot den dritten Platz.
 
Der Mythos der Silberpfeile ist untrennbar mit Bernd Rosemeyer verbunden, doch auch die anderen Silberpfeil-Piloten haben ihren Namen verewigt: Hans Stuck, Hermann Paul Müller, Ernst von Delius, Rudolf Hasse, Archille Varzi und natürlich Tazio Nuvolari.

Der Erfolg kostet Auto Union 13,2 Millionen Reichsmark

Das Engagement kostete Auto Union im letzten Jahr (1939) 2,5 Millionen Reichsmark, jeder Rennwagen rund 70.000 Reichsmark. Etwa 60 Mitarbeiter - vornehmlich aus den Horch-Werken in Zwickau - sorgten im Vorder- und Hintergrund für den möglichst reibungslosen Rennablauf. Insgesamt flossen rund 13,2 Millionen Reichsmark von 1934 bis 1939 in das Unternehmen Silberpfeil. Bei 61 Rennen starteten die Rennwagen, 24 davon gewannen sie und holten 23 zweite und 17 dritte Platzierungen.

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