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Silvretta '08

Landy im Einsatz

Foto: Hardy Mutschler 23 Bilder

Er leuchtet rot und blinkt manchmal blau. Der 1959er LandRover mit Startnummer 86 trägt noch die komplette Ausrüstung der FreiwilligenFeuerwehr Unterangerberg.

07.07.2008 Kai Klauder Powered by

Lenzpumpe und Schläuche wurden vor dem Start noch entfernt,um das Leistungsgewicht etwas zu verbessern. „Der 2,3-Liter-Reihenviererwird mit 78 PS angegeben, ich denke aber, es sind nur ungefähr 68 PS. Am erstenTag mussten wir die Untersetzung schon oft einlegen, um die Berge guthochzukommen.“, erklärt der Besitzer Harry Hemmann, der als Teilnehmer zumersten Mal dabei ist. An einigen Details sieht man, dass er sich mit denPrüfungen auskennt. So sind am Kotflügel mit Gaffer-Tape zwei Markierungenangebracht. Die vordere für die Lichtschrankenmessungen, die hintere für dieSchlauchprüfungen.

Der Grund: Zuvor hat er die Silvretta schon zwei Mal alsService-Mann begleitet. Der Fan englischer Autos hat 1974 eine Lehre beiBritisch Leyland angefangen und ist seither mit Land Rover und Jaguar auchberuflich verbunden.

Noch in der Einfahrzeit

Er hat den Land Rover mit originaler Ausstattung direkt vonder Freiwilligen Feuerwehr in Unterangerberg gekauft. Nach sechs JahrenStandzeit investierte der begeisterte Engländer-Fan in den letzten vier Wochen„einige Abende“, um die Bremsen zu überholen, Federn und Dämpfer zutauschen und die Zylinderkopfdichtung zu erneuern. Mehr war nicht erforderlich. Bei einer Laufleistung von nur 14.100 Kilometern ist derLandy ja auch noch in der Einfahrzeit.

„In manchen Jahren ist der Wagennur 300 Kilometer bewegt worden“, weiß Hemmann und zeigt dieBordunterlagen mit Einfahrtipps und Anweisungen zum Bewegen einesEinsatzfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr. Marberg ist begeistert: „DasAuto funktioniert seiner Laufleistung entsprechend hervorragend. DieÖltemperatur liegt konstant bei 80 Grad, die Bremsen kommen ihrer Aufgabe gutnach.“

Hemmann und Daniel Marberg haben bei dem Beifahrerlehrgangauch noch einige Abstimmungsprobleme gehabt. „Es gab noch ein paarUnstimmigkeiten. Nachdem Daniel den nötigen Schnitt von 21,6 km/h ausgerechnethatte, musste ich versuchen, die stark pendelnde Tachonadel in dem Bereich um15 bis 30 km/h zu halten.“

Das Problem, haben sie jetzt nicht mehr. Der Kilometerzählerist am dritten Tag komplett ausgefallen. „Wir fahren jetzt auf gut Glück,die Kilometerangaben aus dem Roadbook helfen uns auch nicht mehr weiter.“,fasst Daniel Marberg zusammen.

60 Jahre Land Rover – Geländewagen-Trio bei der Silvretta

Der Feuerwehr-Landy ist eines von drei Fahrzeugen im Starterfeld, die Rover in ihrem Namen tragen und an den 60. Geburtstages des bekannten Arbeitstieres erinnern. Einer der ersten Serie 1 Land Rover von 1948 mit nur 1,6-Liter Hubraum und 50 PS von 1948 trägt die Startnummer 53 und der himmelblaue Range Rover von 1970 die 147.

Hemmans 1959er Land Rover muss noch ohne Servolenkung und Bremskraftverstärker auskommen. Das Viergang-Getriebe ist unsynchronisiert und der Vierzylinder nur dreifach gelagert. „Die Geräuschkulisse ist natürlich enorm und unser Tempo recht niedrig. Aber wir können auch ganz schön breit auf der Strecke werden.“ erzählen Hemmann und Marberg grinsend, „Schließlich zählt nicht die Geschwindigkeit, sondern die Teilnahme: Dabei sein ist alles und unser Ziel der erste Platz.“

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