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Silvretta Classic Rallye Montafon 2015

Die Oldtimer-Karawane rollt

Silvretta Classic 2015, Start Foto: Michael Rassinger 49 Bilder

Die 18. Silvretta Classic 2015 startete am 2. Juli 2015 um 12.01 Uhr in Partenen. Am Start sind über 150 Oldtimer und Youngtimer. Parallel dazu gehen mehr als 20 E-Autos bei der Silvretta E-Auto auf die Reise.

02.07.2015 Michael Rassinger Powered by

Die Old- und Youngtimer-Rallye SiIvretta Classic Montafon von auto motor und sport und Motor Klassik findet in diesem Jahr zum 18. Mal statt. Wie jedes Jahr rollen dabei 150 Traumautos vom 2. bis zum 5. Juli über die Traumstraßen und Pässe Vorarlbergs Tirols sowie Liechtensteins und legen dabei knapp 600 Kilometer zurück. Parallel dazu starten über 20 E-Autos bei der 6. Silvretta E-Auto Rallye. Hier sind auch Modelle in Aktion zu sehen, die noch nicht im Handel erhältlich sind.

Start bei hohen Temperaturen

Die 18. Silvretta Classic gehört vom Wetter her zu einer der sonnigsten Rallyes. Es ist glücklicherweise nicht ganz windstill, denn sonst wären die über 30 Grad Celsius kaum zu ertragen. Die Teilnehmer haben daher ausreichend Getränke und Proviant für die erste Etappe mitbekommen. Beim Fahrer-Briefing im vollen Vallüla-Saal erklärt Rallye-Organisationsleiter Harald Koepke noch einmal die wichtigsten Dinge für die erfolgreiche Bewältigung der Rallye. Vorher konnten sich Nachzügler noch akkreditieren und ihre Fahrzeuge bei der Dekra zur technischen Abnahme vorführen. Der Silvretta Classic-Partner YellowFox stattet jedes Auto mit einem GPS-Tracker aus, der die Nachverfolgung der Route in Echtzeit ermöglicht. Das Portal von YellowFox ist über http://www.yellowfox.de/silvretta2015 erreichbar.

Vorkriegsfahrzeuge und Klassiker

Mehr als zehn Vorkriegsfahrzeuge fahren bei der Silvretta Classic 2015 mit. Angeführt wird das Feld vom Rally AZ aus dem Jahr 1924, dem ältesten Fahrzeug der Rallye. Ein seltenes Fahrzeug ist der Fiat 520 Competizione aus dem Jahr 1928, der mit einem Reihen-6-Zylinder mit 46 PS unterwegs ist. Vier Vorkriegs-Bentleys mit Hubräumen zwischen 4,5 und 8 Liter sind unter den ersten zehn Startern. BMW ist mit zwei 328ern aus den Jahren 1936 und 1938 vertreten. Mercedes-Benz feiert den 60. Geburtstag des 190 SL; mit der Startnummer 14 geht ein Modell aus dem Jahr 1961 auf die Reise, mit der Nummer 12 ist der nur zweimal gebaute 190 SLR am Start, der von Ellen Lohr gefahren wird.

Exoten aus GB und USA

Ein durch und durch herrschaftlicher Wagen ist der Chrysler Windsor, dessen Namensgebung aber nichts mit dem englischen Königshaus zu tun hat. Der amerikanische Cruiser aus dem Jahr 1949 wird von einem 4,1 Liter Reihen-6-Zylinder mit 115 PS angetrieben und ist für das Team YellowFox unterwegs. Ebenfalls ein Exot ist der britische Allard J2 Le Mans aus dem Jahr 1950. Sydney Allard und Tom Cole fuhren in einem J2 mit großem Cadillac-Motor vor 65 Jahren auf den dritten Platz in Le Mans. Der Wagen bei der Silvretta Classic ist solch ein Exemplar, sein 5,4 Liter V8 leistet 310 PS.

Mercedes-Benz und Porsche dominieren im Feld

Die Klassiker schlechthin in jeder Rallye sind Mercedes-Benz und Porsche. Bei der Silvretta Classic fahren in diesem Jahr 14 Porsche 911 und 18 Mercedes-Benz SL mit. Autos wie der 3er BMW dagegen gehen in vieler Augen noch gar nicht als Klassiker durch. Dabei hat der BMW 333i (Startnummer 48) bereits 30 Jahre erlebt. Team Skoda ist mit den Modellen Felicia (1961) und 1000 MB Rallye (1970) vertreten, Opel Classic tritt mit einem Trio aus Rekord A (1965), Rekord B (1966) und Rekord C (1970) an. Im letztgenannten Opel sitzt Joachim Winkelhock am Steuer. Drei Aston Martin, darunter DB 4 und DB 5, bereichern das Starterfeld ebenso wie die Borgward Isabella von 1960, deren Marke gerade wiederbelebt wird.

Aus Frankreich kommen zwei Facel Vega zur Silvretta Classic: Die Modelle FV 2 B aus dem Jahr 1956 und FV 3B Coupé aus dem Jahr 1957. Ergänzt wird das Duo durch einen Citroën DS 23 Break aus dem Jahr 1974. Vierter im französischen Bunde ist ein Renault Alpine 310 mit V6 (Baujahr 1982).

Am zweiten Tag der Silvretta starten die Fahrzeuge bereits um 7.31 Uhr. Die Etappe "Rund um den Piz Buin" ist mit 336 Kilometern die längste Strecke und dauert mit Pause fast neun Stunden.

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