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Silvretta Classic

"Morgen machen wir die Heizung aus"

Foto: Hardy Mutschler 20 Bilder

Petrus ist momentan kein Oldtimer-Fan. Das bekamen die Teilnehmer der 10. Silvretta Classic auf der ersten Etappe am Donnerstag (5. Juli) wieder am eigenen Leib zu spüren.

05.07.2007 Powered by

Bis auf ganz wenige Momente, in denen die Sonne aus dichten Wolken hervorlukte, zeigte sich das Wetter im Montafon von seiner rauen Seite.

Wie Mozart zu Österreich

Regen gehört zur Silvretta Classic, wie Mozart nach Österreich - kaum eine Rallye in den letzten zehn Jahren, bei der es nicht geregnet hat. Besonders für die offenen Fahrzeuge und ihre Piloten ist das ständige Nass von oben eine große Herausforderung. Birgit Priemer, die stellvertretende Chefredakteurin von auto motor und sport, fährt als Co-Pilotin von Daimler-Chrysler-Vorstand Andreas Renschler im Mercedes 300 SLS, Startnummer 54. "In jeder Standpause haben wir versucht unser Auto mit Regenschirmen zu schützen", berichtet sie nach der Zielankunft.

Keine Kühe, dafür Grog

Während der Fahrt ist das natürlich unmöglich, und dann sucht sich das Wasser seinen Weg bis unter die Regenkombis. Mehrfach mussten die beiden ihre durchnässten Schirmmützen wechseln oder die beschlagenen Brillen säubern.

Trotz der vor Nässe zusammenklebenden Roadbookseiten haben sie den Weg durch die wolkenverhangene, aber dennoch reizvolle Silvretta-Landschaft gefunden. "Teilweise haben wir Kuhglocken läuten gehört, aber die Kühe nicht gesehen", erzählt Birgit Priemer, die in bei der Nachmittagspause in Faschina wie viele andere völlig durchgefroren sogar zum Grog gegriffen hat - wohl bemerkt im Juli.

Dritte Wertungsprüfung annuliert


Über solche Probleme kann Hans-Jörg Götzl nur lachen. Zusammen mit Fahrer Thomas Frank steuert er einen DKW 3=6 Monza (Startnummer 3) aus Baujahr 1958. "Zugegeben, wir waren zwischendurch schon sehr froh, ein Dach über dem Kopf zu haben", sagt Hans-Jörg Götzl, "für morgen müssen wir nur zusehen, dass wir die Heizung auskriegen."

Auch Bernd Stegemann, mit Andreas Hornig im Volkswagen Samba-Bus (Startnummer 110) unterwegs, hat mit Kälte und Nässe nichts am Hut. Als Beifahrer und Debütant bei der Silvretta Classic muss er sich dafür ganz auf die Wertungsprüfungen konzentrieren. Besonders die sechste und letzte Prüfung - zuvor war die dritte Wertungsprüfung wegen der heftigen Regenfälle buchstäblich ins Wasser gefallen - hatte es in sich. Zu Füßen der Zamang-Bahn mussten die Teilnehmer für die verschachtelte Doppel-WP wieder mit zwei Stoppuhren hantieren.

Wie Helden empfangen

Wenige Kilometer danach wartete als Belohnung ein feierlicher Empfang auf dem Kirchplatz in Schruns dem heutigen Tagesziel. Mehrere hundert Zuschauer bejubelten die Ankömmlinge dort mit großem Beifall und geschwenkten Fahnen.

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