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Silvretta Classic Rallye Montafon 2008

Landys auf Bergtour

31 Bilder

Die Klassiker Range, Serie I und II wagen sich zum ersten Mal mitten ins Getümmel einer heiß umkämpften Oldtimer-Rallye. 186 Old- und Youngtimer vom 1923er (!) Bentley bis zum VW Bulli T3 Syncro von 1987 starten zur Königsetappe der Silvretta Classic.

04.09.2008 Powered by

Die Silvretta-Hochalpenstraße: 15 Kilometer Asphaltband schlängelt sich vom Montafon in 30 Serpentinen zur Bieler Höhe auf 2032 Meter hinauf. Für 11,50 Euro Maut jagen hier den Sommer über schnelle Ducati aus Zürich schicke Ferrari aus Stuttgart den Berg hinauf – wenn nicht gerade der Linienbus aus dem Paznauntal entgegenkommt.

Doch heute ist hier alles anders: Die Rallye kommt. 186 Old- und Youngtimer vom 1923er (!) Bentley bis zum VW Bulli T3 Syncro von 1987 starten zur Königsetappe der Silvretta Classic. Die Alpenrallye für historische Fahrzeuge stürmt den Berg zum elften Mal – und zum ersten Mal sind Geländewagen dabei.
Die Startnummer 147 kommt frisch restauriert aus England und ist einer von drei Ur-Range Rovern , die als erste Vorserienmodelle bereits im Dezember 1969 vom Band liefen. Der Innenraum versprüht puren Nutzfahrzeugcharme: dicke Kunststoffmatten, Sitze wie aus Vollgummi, karge Instrumente. Die Philosophie von Range-Erfinder Spen King besagte, dass sich das Interieur mit einem Wasserschlauch reinigen lassen müsste. In den ersten Dienstjahren war der Range Rover weit von einem Luxus-SUV im Stile eines Jeep Wagoneer entfernt.

Und das bekommt der Fahrer von der ersten Kehre der Silvretta an zu spüren: Die Lenkung wird noch von keiner Servopumpe unterstützt. Der von Buick stammende Achtzylinder liegt hoch über der Vorderachse. Also muss der Range in jede Kurve hineingerissen werden, taucht dann tief in die Federung und will mit einem Gasstoß aus dem Scheitelpunkt herausgedrückt werden. Dabei hängt der V8 brav am Gas, doch mag sich niemand von 135 PS für gute zwei Tonnen Lebendgewicht Beschleunigungswunder erhoffen.

Verglichen mit den Piloten der beiden Land Rover aus den Serien I und II geht es dem Kapitän des Flaggschiffs natürlich noch Gold. In dem Prototypen von 1948 kann von Lenkpräzision keine Rede sein. Mr. Land Rover Roger Crathorne schätzt grob und rührt kräftig am dünnen Lenkkranz, um auf dem rechten Weg zu bleiben. Harry Hemmann, sagenumwobener Werkstattchef von Land Rover Deutschland, ist mit seinem privaten Serie II auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Die Umbauten für den Feuerwehreinsatz haben den Landy so schwer gemacht, dass er nur in Untersetzung die steilen Bergpassagen emporkommt.

Übersicht: Silvretta Classic Rallye Montafon 2008
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