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Silvretta Classic Rallye Montafon 2012

Der Beifahrer hat immer recht!

Silvretta Classic 2012, Vortag, Rallyelehrgang, mokla, 0712 Foto: Kai Klauder 51 Bilder

Die wichtigste Regel bei einer Rallye lautet: Der Beifahrer hat immer recht! Wenn man sich daran einmal gewöhnt hat, läuft eigentlich alles rund, konnten die Teilnehmer des Rallyelehrgangs lernen.

04.07.2012 Kai Klauder Powered by

Der Rallye-Weltmeister Christian Geistdörfer und Harald Koepke, Leiter des Organisationsteam der Silvretta Classic, erklärten den rund 90 Rallye-Novizen, warum das so ist. Denn nur, wenn diese Hierarchie klar geregelt ist, kommt Ruhe ins Cockpit.

Die höhere Mathematik des Rallysports

Neben den Neulingen nutzten auch zahlreiche erfahrene Teilnehmer die Auffrischung der Rallye-Tipps. Im Vallüla-Saal in Partenen wurde rund eine Stunde Theorie gepaukt. Christian Geistdörfer und Harald Koepke erklärten die Wichtigkeit der Null. Denn beim Herunterzählen der vorgegebenen Zeit müssen die Teams bei der Null die Wertungsprüfung verlassen, und nicht etwa schon bei der eins, wie Geistdörfer einprägsam in Erinnerung ruft. Auch eine kleine Einführung in die höhere Mathematik bei einer Gleichmäßigkeitsrallye gab es, denn „ zwischen Doppelpunkt und Komma gibt es einen Riesenunterschied“, wie Geistdörfer mahnte. 1,10 Minuten sind nämlich keineswegs 1:10 Minuten, zwischen den beiden geforderten Zeiten liegen immerhin vier Sekunden – bei Gleichmäßigkeitsrallyes wie der Silvretta Classic eine kleine Ewigkeit.

Nachdem die Chinesenzeichen, das Roadbook, die Wichtigkeit der Bordkarte, der Unterschied zwischen progressiv und degressiv sowie zwischen der Luftschlauch- und Lichtschrankenmessung erklärt waren, ging es in die Fahrzeuge und ab zum praktischen Teil. Hier konnten die Teilnehmer vom „Salz in der Suppe“ kosten, wie Harald Koepke die Wertungsprüfungen nennt. Doch im gleichen Atemzug weist er auf das Wichtigste bei der Silvretta Classic hin: „Die große Freude aber kommt schon beim Fahren durch das wunderschöne Montafon“.

Und Christian Geistdörfer gab den Rallyefahrern ein Trostpflaster mit auf den Weg: „Es gibt ja auch noch ein Streichresultat, nicht pro Tag eines, aber immerhin kann man dann einmal komplett danebenhauen.“ So beruhigt rollten die Teams zum Testparcours, bei dem jeweils eine Luftschlauch- und eine Lichtschrankenmessung aufgebaut war. Nach nur wenigen Durchgängen konnten die Teams Erfolge feiern, und so gehen sie motiviert an den Start der 15. Silvretta Classic. Am 5. Juli um 12.01 Uhr rollt das erste Auto von der Rampe.

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