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Silvretta Classic

Schmuckstücke aus der Schatzkammer

Foto: Uli Jooss 20 Bilder

Die Silvretta Classic ist nicht nur eine der schönsten Oldtimer-Rallyes, sie ist vor allem auch ein Sammelbecken für Fahrzeug-Raritäten aus aller Welt.

07.07.2007 Powered by

Die "Heiligen Hallen" werden geöffnet

Dass das so ist, hat nicht zuletzt mit den Teams von Kleinserien-Herstellern wie Karmann oder großer Automarken wie Volkswagen oder Mercedes zu tun, die für die Veranstaltung ihre Schatzkammern öffnen.

Bei Mercedes in Stuttgart werden historische Fahrzeuge extra für Rallyes wie die Silvretta Classic, Messen oder ähnliches bereit gehalten. Genauer in Stuttgart-Fellbach, in den "Heiligen Hallen", wie das Gebäude neben dem Classic Centrum liebevoll genannt wird. Hier kümmert sich unter anderem Frank Hartmann um die Schmuckstücke vergangener Zeit.

Geht eines der Fahrzeuge bei einer Rallye an den Start, ist der Kfz-Mechniker oder einer seiner Kollegen garantiert mit von der Partie. "Bei der Silvretta bin ich jetzt das achte Mal dabei", sagt er, und es ist ihm kein bisschen langweilig. Wie auch, schließlich muss er sich mit einem Kollegen um drei Schmuckstücke kümmern. Neben dem SSK, pilotiert von Michael Bock und Tim Ramms, sind das der 300 SLS mit Andreas Renschler und Birgit Priemer und der 280 SL Pagode, den Klaus und Petra Maier steuern.

Das Meiste wird improvisiert

Für den Fall der Fälle hat Frank Hartmann immer ein kleines Sortiment an Ersatzteilen im Gepäck und nimmt das auch im Begleitfahrzeug mit auf die Strecke. Elektrische Teile wie Regler zum Beispiel. Oder Zündspulen, Kerzen sowie Unterbrecher. Und, ganz wichtig, wenn es zur Silvretta geht: Austauschwischerblätter. "Mehr brauchen wir nicht, das Meiste wird sowieso improvisiert", erklärt er.

So wie am Freitag, als der SSK mit Zündaussetzern zu kämpfen hatte. Sobald er am Berg unter Last bewegt wurde, fing er an zu stottern. Das Problem lag beim Zündmagneten, Hartmann konnte zügig helfen. "Natürlich sorgen wir in erster Linie für unsere Fahrzeuge. Wenn es die Zeit erlaubt, helfen wir aber auch anderen Fabrikaten."

Bremsenreiniger gegen verölte Kerzen

Marcus und Gunter Gallier wissen das zu schätzen. Am Donnerstag sind sie mit ihrem MG TC Roadster gestrandet, der plötzlich nur noch auf zwei Zylindern lief. Die Zündkerzen waren nass und verölt. "Da hält man schon an und fragt, ob man helfen kann", so Hartmann. In diesem Fall tat es eine Dose Bremsenreiniger.

Zeit und Muße, um Landschaft oder Strecke zu genießen, bleibt kaum. "Man steht schon unter Anspannung. Was ist mit den Autos, wo sind sie gerade ...", gesteht der Kfz-Mechaniker. Gleichwohl hat er aber auch keinen Blick für das Klassement: "Das interessiert mich nicht. Wichtig ist, dass die Teams heile ankommen - vor allem ohne Pannen."

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