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Silvretta E-Auto Rallye

VW XL1 gewinnt die Effizienzwertung

Silvretta Classic 2013, Tag 2, E-Auto Silvretta Hans-Dieter Seufert Foto: Hans-Dieter Seufert 51 Bilder

Volkswagen hat am Freitag, 05. Juli 2013, die Effizienzwertung für sich entschieden. Der VW XL 1 siegt mit einer Gesamtemission von 38,7 Gramm Kohlendioxid pro km. Auf den Plätzen 2 bis 4 folgen die drei VW e-up vor drei E-Smart.

06.07.2013 Kai Klauder Powered by

Höhepunkt der Silvretta E-Auto Rallye Montafon ist die Effizienzwertung. Hier müssen die elektrisch oder teilelektrisch betriebenen Fahrzeuge ihre Sparsamkeit beweisen. Keine leichte Aufgabe unter den erschwerten Bedingungen einer Alpenetappe, wie auch Alexander Bloch, Chefreporter Technik von auto motor und sport und Entwickler der Effizienzwertung, betont: "Diese Prüfungssituation ist das Nonplusultra für die E-Autos. Eine extrem anspruchsvolle Strecke mit steilen Serpentinenstraßen und mehreren 1.000 Höhenmetern, dazu ein hoher Rekuperationsanteil. Hier müssen die Batterien, Wechselrichter und Spannungsregler der E-Autos zeigen, was in ihnen steckt."

0,655 Liter Diesel auf 100 km

Am besten haben das bei der Silvretta E-Auto die Fahrzeuge von Volkswagen hinbekommen. Der vom Team Tino Laue und Ruth Holling gefahrene VW XL 1 gewann mit einer Well-to-Wheel-Gesamtemission von 38,7 Gramm CO2 pro km und verbrauchte auf der Wertungsstrecke von 119 km nur 0,78 Liter Diesel und 4,51 kWh Strom, was einem Verbrauch von 0,655 Litern auf 100 km entspricht.

Auf den Rängen 2 bis 4 folgen die drei VW e-up, die zwischen 47 und 50,5 Gramm CO2 pro km erreichten. Mit 56,9 und 57,3 Gramm CO2 pro km liegen die beiden Smart Brabus electric drive vor dem Smart electric drive (58 Gramm CO2 pro km) auf den Plätzen 5 bis 8.

"Well-to-Wheel"-Messmethode

Gewertet wird die Effizienzwertung der Silvretta E-Auto nach der so genannten "Well-to-Wheel"-Methode. Dabei wird im Gegensatz zur "Tank-to-Wheel"-Methode nicht nur der reine Fahrzeugwirkungsgrad veranschlagt, sondern auch noch die Energiebereitstellungskomponente hinzugezogen. Es geht also um den Kreislauf von der Förderung bis zur Umwandlung in die kinetische Energie durch den Radantrieb.

Beim NEFZ-Verbrauch wird diese Komponente nicht mit eingerechnet. "Der Energieverbrauch nach der Well-to-Wheel-Methode liegt daher um rund 19 % höher", erklärt Alexander Bloch.

Die Ergebnisse der Energieeffizienzwertung lagen am Samstagvormittag vor, denn schließlich mussten noch die Batterien wieder auf 100 % aufgeladen werden - der Energieverbrauch für die Batterieladung gehört natürlich ebenfalls mit zur Errechnung der Effizienz.

Pech für Brusa Golf eQmotion und sparsamer E-Sportwagen

In der Nacht von Freitag auf Samstag flog beim Brusa Golf eQmotion eine Sicherung heraus, sodass die Wertung leider nicht mehr möglich war. Unterm Strich stand bis dahin ein Verbrauchswert von 1,12 Litern - entsprechend 0,93 Liter auf 100 km.

"Natürlich muss man auch das Fahrzeugkonzept berücksichtigen", meint Bloch, "der Sportwagen Tesla Roadster schlägt sich zum Beispiel wacker. Er ist mit 215 kW mit Abstand der stärkste Wagen im Feld und kommt mit einem Well-to-Wheel-Effizienzwert von 76 Gramm Co2 pro km auf Platz 10."

Zum Vergleich: Ein Toyota Prius mit 73 kW-Benzinmotor plus 18 kW-E-Motor liegt nach der "Well-to-Wheel"-Methode bei etwa 106 Gramm CO2 pro km - und nach NEFZ-Messung bei 89. Der Tesla Roadster mit mehr als doppelter Leistung liegt bei der Silvretta E-Auto-Effizienzwertung fast 30 % darunter. Alexander Bloch: "Nicht schlecht für einen E-Supersportler, oder?"

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