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Silvretta-Warm Up 2009

Übung macht den Meister: Stoppuhr-Training

122 Bilder

Chinesenzeichen entziffern, richtig zählen lernen und die Länge des eigenen Auto abschätzen können. Vor dem Start der Silvretta Classic heißt es für die meisten Teilnehmer erst einmal beim Rallye-Lehrgang das Einmaleins des historischen Gleichmässigkeitssports pauken. Tipps gab’s vom einst besten Rallye-Beifahrer der Welt.

01.07.2009 Powered by

"Zeitnahme und Roadbook lesen ist kein Hexenwerk", sagt Christian Geistdörfer. Ein leichtes Raunen geht durch den Vallüla-Saal im österreichischen Partenen. Geistdörfer hat gut reden, denn er weiß wie es geht. Als Beifahrer von Walter Röhrl errang der Münchner zwei Rallye-Weltmeisterschaften. Von 1975 bis 1990 galt er als einer der besten Co-Piloten der Welt.

Tipps vom Ex-Rallye-Weltmeister
 
Auch wenn es bei der Silvretta Classic nicht um Geschwindigkeit, wie in der Rallye-WM, sondern um gleichmäßiges Fahren geht, ist der Co-Pilot ein wichtiger Punkt zum Erfolg. Vor der ersten Ansage an den Steurmann müssen erst einaml verschiedene Rätsel von den Novizen unter Silvretta-Teilnehmern gelöst werden. Hierzu zählen richtiges Anfahren der Zeitenkontrolle, Entziffern der magischen Orientierungszeichen ("Chinesenzeichen") im Roadbook oder das kontrollierte Herunterzählen der letzten Sekunden bis zum Überqueren von Mess-Schlauch oder Lichtschranke. Außerdem wird das richtige Ausfüllen der Bordkarten detailiert erklärt.

Immer cool bleiben

"Immer cool bleiben, dass ist das wichtigste auch bei der Silvretta Classic. Die Zeiten für die einzelnen Prüfungen sind großzügig bemessen", erzählt Ex-Weltmeister Geistdörfer den gespannten Teilnehmern. Wer sich zu viel Zeit lässt, bekommt bekommt am Ende der Prüfungen Strafpunkte. Damit leistungsschwache Fahrzeuge nicht benachteiligt werden, bekommen die Teilnehmer dieser Vehikel eine Karrenzzeit von 15 Minuten. "Wir haben zum Beispiel einen Trabi mit 26 PS im Feld, der hat es auf einigen Bergpassagen schon sehr schwer", sagt Harald Koepke, Organisationsleiter der Silvretta Classic.
 
Perfektes Uhrwerk ist wichtig

"Bitte vergewissern Sie sich außerdem, dass ihre Uhren richtig laufen", warnt Co-Pilot Geistdörfer die Teilnehmer. Vor dem Start sollten daher mechanische Uhren aufgezogen werden und elektrische Zeitmesser mit frischen Batterien bestückt werden. Doch die beste Uhr nützt nicht wenn die Zeitmesser bei der Kontrolle eine falsche Zeit notiert. "Kontrollieren Sie, was Ihnen die Zeitkontrolle in die Bordkarte einträgt", rät Orga-Chef Koepke.

Radarkontrolle gegen Heißsporne

Nicht nur wer zu langsam ist bekommt Strafpunkte, auch Gasköpfe im Teilnehmerfeld sollen durch Strafpunkte eingebremst werden. "Es werden geheime Geschwindigkeitskontrollen gemacht und außerdem ist auch die Gendarmerie hier sehr aktiv. Bleiben Sie sportlich fair", gibt Christian Geistdörfer den Rallye-Neulingen mit auf den Weg, bevor die Tipps bei einer ersten Zeitmess-Übung auf dem Parkplatz der Zamang-Bahn im Bergdorf Schruns geübt werden. 
 
Verfolgen Sie aktuell bei uns, wie die Rallye-Teilnehmer die Lehrgangstheorie erfolgreich in die Praxis umsetzen. Startschuss Silvretta Classic 2009: Donnerstag, 2. Juli, 10.01 Uhr in Partenen zur Vorarlberg-Etappe über 150 Kilometer.

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