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Sitzprobe Bentley EXP 10 Speed 6

Brite recht sportlich

Bentley EXP 10 Speed 6 - Sitzprobe - Conceptcar - Studie - Sportwagen - 02/15 Foto: Bentley 23 Bilder

Obwohl das SUV Bentayga noch mitten in der Entwicklung steckt, macht sich die britische VW-Tochter bereits Gedanken über eine weitere Baureihe. Ein Sportwagen soll es werden, ein luxuriöser obendrein – Auftritt des Bentley EXP 10 Speed 6.

02.03.2015 Jens Dralle Powered by

Ein klassischer, analoger Drehzahlmesser. Einfach so. Es hätte ebenso gut die vollanimierte Digital-Sause sein können, wie sie inzwischen aus diversen Konzern-Modellen bekannt ist, doch der Bentley EXP 10 Speed 6 leistet sich dieses so gar nicht virtuelle Detail.

Bentley EXP 10 Speed 6 mit viel Holz und Leder

Natürlich bietet das Coupé die meisten Informationen digital an. Wie Schwingen fließen zwei Bögen auf Fahrer- und Beifahrerseite des Instrumententrägers in die Mittelkonsole, dazwischen wartet ein spiegelglatter berührungsempfindlicher Monitor auf Befehle. Ansonsten allerdings wirft die Studie mit ehrlichen Materialien wie Holz, Leder und Metall um sich, keine neuen High-Tech-Textilien oder -Kunststoffe. "Bei Holz und Leder ist Bentley State of the Art. Der Bentley EXP10 Speed 6 zeigt wie diese Materialien zukünftig eingesetzt werden können", sagt Markenchef Wolfgang Dürheimer. Und warum nicht gleich mal den Großteil einer Türverkleidung aus Holz statt Leder fertigen lassen? Eben.

Obendrein mit einer beeindruckenden dreidimensionalen Wabenstruktur. Doch der Bentley EXP 10 Speed 6 soll ja ein besonders sportlicher Bentley werden – und muss daher etwas weniger wuchtig als der Continental auftreten, oder? Dürheimer erklärt: "Die Studie steht für Luxury Perfomance. Wichtig ist, dass sich der Kunde einer möglichen Serienversion einerseits in einem futuristisch weiterentwickelten Bentley-Interieur wohlfühlt und andererseits eine außergewöhnliche Fahrdynamik erleben kann."

Dabei hilft es sicher, dass der Bentley EXP 10 Speed 6 eine ganze Fahrzeugklasse unterhalb des Continental angesiedelt ist. Hoffnungen auf ein günstiges Basis-Modell pulverisiert der Markenchef sofort und entschieden: "Eine potenzielle fünfte Baureihe würde preislich neben dem Continental eingeordnet." Neben der Größe muss auch das Gewicht deutlich unterhalb dem des Continentals liegen, der nicht weniger als 2,2 Tonnen wiegt. "Durch unser Motorsport-Projekt haben wir viel über dieses Thema gelernt. An Luxus und Komfort wird dennoch nicht gespart, die Kilos müssen an anderer Stelle aus dem Auto geholt werden", sagt Dürheimer. Dass der Bentley EXP 10 Speed 6 als reiner Zweisitzer konzipiert ist, dürfte bei der Diät kaum helfen.

Serienproduktion in frühestens vier Jahren

Macht nichts, denn bis zu einer Serienproduktion vergehen mindestens noch rund vier Jahre. Fest steht: Weder an den Proportionen des Coupés – flach, breit, kurz, knappe Überhänge, scharfe Kanten – noch an der Idee eines Hybrid-Antriebs ändert sich bis dahin etwas. Details verrät der Hersteller noch nicht, was daran liegen mag, dass es konzernweit noch keine gibt. Denn laut Dürheimer müsste den Bentley EXP 10 Speed 6 ein stark leistungsorientierter Hybrid-Antrieb befeuern. "So etwas findet sich derzeit vorwiegend in Rennsport-Prototypen."

Besonders leistungsstark und luxuriös, in der Tradition der Speed Six-Modelle aus den 30er Jahren eben, zugleich kleiner aber nicht billiger als der aktuellen Continental damit will die Luxusmarke noch mehr neue Kunden abfischen. Wo bleibt da künftig noch die Exklusivität? "Ich sehe da keinen Zielkonflikt. Selbst wenn wir mittelfristig 20.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen würden, wäre das global gesehen immer noch sehr exklusiv", sagt Wolfgang Dürheimer. Und angesichts der zu erwartenden Digitalisierung wäre ja allein ein analoger Drehzahlmesser ein exklusives Detail.

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