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Sitzprobe BMW i8 auf der IAA

Sportwagen-Feeling im 126.000 Euro-Dreizylinder

Sitzprobe IAA BMW i8 Alexander Bloch Foto: Dino Eisele 22 Bilder

BMW hat auf der IAA die Serienversion des Hybridsportlers BMW i8 präsentiert. Wir haben die Gelegenheit genutzt und den Hightech-Bayern zu einer ersten Sitzprobe geentert.

17.09.2013 Alexander Bloch

Es ist schön zu sehen, dass sich endlich ein jahrelanges Missverständnis auflöst: Sparsame, ökologisch korrektere Autos müssen nicht zwangsläufig aussehen wie ein bemalter Tofu-Klotz oder eine umgefallene Schüssel mit Bircher-Müsli. Der BMW i8 beweist nicht nur von außen, dass hohe Effizienz und Attraktivität harmonisch zusammenpassen können. 

BMW i8 1:21 Min.

Interieur ist recycled, aber hochwertig

Wer drinnen sitzt, vergisst schnell, dass hier eigentlich exakt 126.000 Euro für ein Dreizylinder-Auto aufgerufen werden, sondern fühlt sich gleich, sportlich tief positioniert, wohl. Es ist im Gegensatz zum Antrieb sicher keine Revolution die das i8-Interieur birgt, vielmehr sind es bekannte BMW-Details die neu arrangiert wurden. Angereichert durch die typischen Knöpfe, die man für einen Plug-in-Hybriden mit fünf Betriebsmodi eben so braucht.

Typisch BMW, wendet sich das Armaturenbrett wie eine leichte Umarmung dem Fahrer zu, dessen Blick auf ein volldigitales Instrumentenfeld fällt. Eines, dass nicht nur einfach nur der Show halber digital ist, sondern je nach Fahrzustand – sportlich oder besonders ökonomisch – auch seine Anzeigen und seine Funktion sinnvoll ändert. Dass die Interieur-Ingredenzien (wie das gesamte Auto) des BMW i8 besonders nachhaltig produziert werden, fällt weniger auf als im kleinen Bruder i3 mit seinen offensichtlicheren Recycling-Verkleidungen. Bei einem Preisunterschied von fast Faktor vier darf das aber auch erwartet werden.

BMW i8 bietet echtes Sportwagen-Feeling

Der Blick durch die Windschutzscheibe gibt dieses typisch tiefe Supersportwagen-Feeling - nach hinten leider auch: das aerodynamisch gestylte Heck ermöglicht durch die wie bei Smartphones chemisch gehärteten Dünnglas-Scheiben nur bedingte Sicht. Wer die großen Flügeltüren schließt ist überrascht, wie einfach sie zu erreichen sind. Mancher Lamborghini-Fahrer soll sich bei diesem Vorgang ja schon einen Hexenschuß eingefangen haben. Bleibt noch der Druck auf den Start-Knopf um das ambivalente Gefühl zwischen Supersportwagen und Öko-Auto komplett zu machen: Elektro-Flüstern oder Dreizylinder-Knattern erwartet den Fahrer. Das aus dem Sechszylinder geborene Zylinder-Turbo-Trio macht mit 231 PS und der Unterstützung des Front-Elektromotors mit 96 kW (131 PS) aber trotzdem keine halben Sachen: 4,4 Sekunden von Null auf 100 km/h sind jetzt die offizielle Angabe.

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