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Sitzprobe Cadillac ATS-V auf der L.A. Autoshow

Die amerikanische Antwort auf BMW M3 und Co

Cadillac ATS-V Sitzprobe Foto: Jochen Knecht 34 Bilder

Mit dem ATS-V startet Cadillac einen Angriff auf die etablierten europäischen Sportmodelle. Power liefert der Cadillac genug, welche weiteren Werte der US-Boy mitbringt, klärt unsere Sitzprobe.

20.11.2014 Jens Katemann

Von wegen bollernder V8: Der Cadillac ATS-V setzt wie viele europäische Gegner mittlerweile auf einen aufgeladenen Sechszylinder. Besser gesagt einen Biturbomotor, der in der neuen Top-Version 461 PS leistet. Diese Potenz demonstriert er schon von außen. Vier große, mittig angeordnete Endrohre – wie bei BMW M3 und M4 – und eine Spoilerlippe auf dem Heckdeckel betonen den sportlichen Look. Auch die Front mit einem im Vergleich zur Serienversion größeren Grill wurde mit einem zusätzlichen Spoiler versehen.

Enttäuschend der Auftritt im Innenraum. Die Materialien wirken doch etwas sehr einfach. Einige Designelemente des Cockpit kommen einem aus Opel-Modellen bekannt vor. Es gibt kein besonderes Sportlenkrad oder ähnliche Applikationen, die den ATS-V vom Standard-Modell klar unterscheiden. Dafür dürfte der potente Ami auch nicht so teuer werden wie die deutsche Premiumkonkurrenz.

Cadillac ATS-V darf fast 300 km/h schnell rennen

Was gefällt ist der Sitzkomfort der seitenhaltstarken Sportsitze, die mit Leder bezogen sind. Die Schaltpaddel der wahlweise erhältlichen Achtgangautomatik sind griffgünstig am Lenkrad montiert und ausreichend groß. Die Automatik kommt auch in der aktuellen Corvette Stingray zum Einsatz. Alternativ gibt es den ATS-V mit einem manuellen Sechsganggetriebe.

In Sachen Topspeed soll der ATS-V knapp an der 300-km/h-Marke kratzen, den Sprint auf 60 mph absolviert der ATS in 3,9 Sekunden. Gebremst wird mit einer großen Brembo-Anlage, eine optionale Carbon- oder Keramikbremse bietet Cadillac nicht an. Für guten Komfort und besseres Handling sollen adaptive Dämpfer sorgen, die elektrische Lenkung stammt von ZF. Fahrwerk und Lenkung lassen sich via Fahrdynamik-Schalter einstellen. Fünf unterschiedliche Modi stehen zur Wahl.

Mit einem Preis von rund 60.000 Dollar kostet der ATS-V in etwa so viel wie ein BMW M3 in den USA, bietet aber ein etwas größeres Platzangebot. Alltagstauglich und budgetschonend hat Cadillac die Raddimension gewählt. 18-Zoll ist eine gängige Größe, was die Reifenkosten in Grenzen halten dürfte. Trotzdem kommt einem das Gesamtpaket verglichen mit einem BMW M3 recht teuer vor. Produktionsstart ist Frühjahr 2015. Ob und wann das Auto nach Europa kommt, ist noch nicht bekannt.

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