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Sitzprobe Chevrolet Corvette auf der Detroit Motor Show

Sitzt, passt - und wackelt noch ein bisschen

01/2013 Chevrolet Corvette Sitzprobe Jens Dralle Foto: ams 52 Bilder

Die europäische Sportwagen-Elite kann sich warm anziehen - behauptet zumindest Chevrolet und schickt die siebte Corvette-Generation ins Rennen. Wir konnten den Supersportler schon mal entern.

19.01.2013 Jens Dralle

Chevrolet definiert die Gegner der neuen Corvette deutlich und ohne Umschweife: Porsche 911 und Audi R8. Zumindest soll die siebte Generation des US-Sportwagens die beiden deutschen Wettbewerber beim Leistungsgewicht - wenngleich der Hersteller derzeit noch das Fahrzeuggewicht verschweigt, schlagen.

Doch allein das Aluminumchassis soll gegenüber dem des Vorgängers um 45 Kilogramm leichter geworden sein. In der Länge legt die Corvette - die auf den Beinamen Stingray hört - um sechs Zentimeter auf 4,50 Meter zu, geht um 3,3 Zentimeter in die Breite und verliert 1,7 Zentimeter in der Höhe. Das wichtigste: In dem Zweisitzer kann man nun endlich richtig gut sitzen. Das liegt vor allem an den neuen Sportsitzen, die nun tatsächlich Seitenhalt und eine straffe Polsterung bieten. Das alte Mobiliar glich doch einer einem angeschrabbelten Bürostuhl.

01/2013 Chevrolet Corvette
Neue Chevrolet Corvette C7 in Detroit präsentiert 21:06 Min.

Chevrolet Corvette wieder mit Kraftpaket unter der Haube

Ganz nebenbei wirkt das Cockpit mindestens eine Klasse hochwertiger als bislang, beim Berühren der Oberflächen knarzte es allerdings noch etwas im Gebälk des ausgestellten Vorserienmodells. Unter der Haube raucht es dagegen ganz gewaltig: Die Leistung des V8-Triebwerks steigt durch umfangreiche Modifikationen von 437 auf 455 PS. Das 6,2-Liter-Aggregat verfügt über Direkteinspritzung, variable Ventilsteuerung sowie Zylinderabschaltung - laut dem Hersteller ausreichend, um die Corvette in unter vier Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen und durchschnittlich 9,0 L/100 km zu verbrauchen. Beim Spritsparen hilft der Eco-Modus, einer von fünf wählbaren Setups. Zur Kraftübertragung dient ein manuelles Siebenganggetriebe, ein Automatikgetriebe mit sechs Stufen kostet extra.

Um auch bei hoher Querbeschleunigung nicht heiß zu laufen, kann der mit 11,5:1 verdichtete Saugmotor optional mit einer Trockensumpfschmierung ausgerüstet werden. Ebenfalls für die Rundstrecke interessant: die aufpreispflichtige Differenzialsperre. Eine hydraulisch betätigte und elektronisch gesteuerte Kupplung sorgt dafür, dass das Differenzial innerhalb einer Zehntelsekunden voll sperrt. Den tatsächlich benötigten Sperrgrad ermittelt das System aus der Gaspedalstellung, Lenkwinkel und Traktion. Und die Bremse? Scheiben mit 320 (vorne) und 338 Millimeter sind Standard, alternativ verzögern an der Vorderachse 345er Scheiben. Weitere Fahrwerksdetails: Leichtere Komponenten aus Aluminium, adaptive Magnetic Ride-Dämpfer, 18-Zoll-Räder vorne, 19-Zoll hinten (alternativ: 19- und 20-Zoll-Mischbereifung) sowie eine elektrische Servolenkung. Ob die Chevrolet Corvette damit tatsächlich um Porsche und Audi Kreise fährt? Um das feststellen zu können, dauert es noch. Der Verkauf startet im dritten Quartal dieses Jahres - in den USA.

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