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Sitzprobe Ford explorer auf der L.A. Autoshow

Nimm uns mit, Explorer, auf die Reise

Ford Explorer Sitzprobe Jochen Knecht Foto: Jochen Knecht 20 Bilder

Familienautos, das sind bei uns praktische Kombis. Oder, wenn’s ganz dick kommt, auch mal ein zeitloser Van. Nichts, womit man in den USA Eindruck schinden könnte. Wer als patriotische Soccer-Mum was auf sich hält, braucht schon einen Ford Explorer. auto-motor-und-sport.de hat sich das Riesen-SUV genauer angesehen.

21.11.2014 Jochen Knecht

Es ist jetzt ja nicht so, dass amerikanische Familien grundsätzlich größer wären, als Deutsche. Sie brauchen halt offensichtlich mehr Platz. Viel mehr Platz. Anders ist der Erfolg von Full-Size-SUV wie dem Ford Explorer schlicht nicht zu erklären. Zur L.A. Autoshow bekam das Riesenteil einen neuen Look verpasst und sieht jetzt aus, wie ein etwas zu groß geratener Ford Edge. Es gibt auf jeden Fall schlimmere Design-Verwandtschaften. Markant sind die wuchtige Front mit dem zweigeteilten Kühler sowie die nach vorne geneigte C-Säule. Und eben sein Größe. Etwas über fünf Meter lang ist so ein Explorer. Zum Vergleich: Ein auf europäischen Straßen nicht gerade zierlich wirkender VW Touareg ist über 20 Zentimeter kürzer.

Unendliche Weiten im Innenraum

Elegant und unauffällig ist nicht die Sache des Ford Explorer. Das gilt auch fürs Cockpit. Klotzige Mittelkonsole, wuchtiges Multifunktionslenkrad und in der in L.A. ausgestellten Top-Version Platinum auch jede Menge Leder, ein 500-Watt-Sony-Soundsystem, unzählige Knöpfe und ziemlich viel Alu und Echtholz. Passt zwar alles nicht so ganz zum klotzigen Plastik-Armaturenträger, macht aber trotzdem was her.

Richtig beeindruckend wird’s mit Blick nach hinten. Drei Sitzplätze mit Business-Class-Beinfreiheit, dann nochmal zwei große, im Fahrzeugboden versenkbare Sitze in der dritten Reihe. Dahinter dann nochmal ein Kofferraum in Badewannengröße. Wer in Europa ähnlich geräumig und komfortabel reisen möchte, braucht einen Kleinbus mit Luxus-Bestuhlung. Und selbst dann wird’s schwer, den Platinum-Schnickschnack zu toppen. Alle Plätze haben Zugriff auf USB-Buchsen, um tragbare Unterhaltungselektronik aufzuladen und sind mit kuschelweichem Leder bespannt, das bei Ford sehr theatralisch "Nirvana-Leather“ heißt.

Kein V8 mehr für den Ford Explorer

Ach ja: Einen Antrieb hat der dicke Allrad-Würfel auch? Klar. Und da wartet auch schon die erste echte Überraschung. Einen V8 gibt’s nichtmal für Geld und gute Worte. Im Top-Modell Platinum gibt orgelt immerhin ein 3,5-Liter großer Ecoboost-V6, der 370 PS stemmt. Dran gekoppelt: eine Sechsgang-Automatik. Die Standard-Versionen haben ebenfalls einen 3,5-Liter V6 unterm Deckel, aber ohne Ecoboost-Ausbaustufe und mit "nur" 294 PS. Gegen Aufpreis gibt’s auch einen neuen Ecoboost-Vierzylinder, der aus 2,3-Liter Hubraum 274 PS schöpft. Klingt nach vernünftigem Downsizing. Aber: So ein vollgepackter Platinum-Explorer wiegt leer alleine schon über 2,2 Tonnen. Mit Besatzung und Gepäck werden es sich die Amerikaner zweimal überlegen, ob sie nicht doch zum durchzugstärkeren Sechszylinder greifen.

Einmal in Bewegung, sollte die Tour im Explorer eigentlich maximal entspannt ablaufen. Wer Platinum geordert hat, muss eigentlich nur noch lenken. Radar-Tempomat, Spurhalte-System, Bremsassistent, Totwinkel-Warner. Alles an Bord. Auf Wunsch parkt der Explorer auch selbst in eine Parklücke ein und wieder aus. Ein Terrain Management System erfasst die Beschaffenheit des Untergrunds und passt den Allradantrieb (Serie ab V6) automatisch an. Nettes Detail: Auf dem Highway verschließt sich der große Kühlergrill automatisch, das senkt den Luftwiderstand und spart Sprit.

Lust auf eine große Reise mit dem Explorer? Kein Problem. Das gute Stück ist praktisch bei jedem US-Autovermieter vorrätig.

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