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Sitzprobe im Porsche 911

Dünne Sitze, schüchterner Motor

Porsche 911 Carrera S 991 Foto: SB-Medien 59 Bilder

Der Porsche 911 auf der IAA 2011 sieht ein bisschen aus wie eine Mischung aus Panamera und Cayenne, überrascht mit dünn gepolsterten aber komfortablen Sitzen und versteckt schüchtern seinen Motor - zum Leid vieler Liebhaber.

14.09.2011 Jens Dralle

Zum Zählen bleibt bei Porsche auf der IAA heute keine Zeit. Wie viele Knöpfe es wohl sein werden, bleibt daher bis zur ersten Ausfahrt im neuen Porsche 911 unbekannt. Und ja, es sieht ein bisschen nach Panamera und Cayenne aus, das neue Interieur. Schlimm? Kaum. Die deutlich schlankere Mittelkonsole hebt sich deutlich von den dicken Geschwistern ab und speziell die Materialqualität überzeugt.

Sogar die beiden hinter einer Blende versteckten Dosenhalter wirken so, als würden sie auch noch in zwanzig Jahren aus ihrem Versteck schwingen, um dann irgendwelche synthetischen Szenegetränke zu umklammern.

Porsche 911 1:23 Min.

Porsch 911 auf der IAA mit straffen, dünn gepolsterten Sitzen

Überhaupt nicht künstlich dagegen: Die Sitzposition. Gewohnt tief sinkt der Fahrer auf einen vergleichsweise dünn, aber angenehm straff gepolsterten Sitz und greift gerne nach dem schicken Dreispeichenlenkrad. Allerdings muss sich der Käufer noch immer entscheiden, ob er dort lieber an den eleganten Schaltwippen des optionalen Doppelkupplungsgetriebes zupfen oder auf Multifunktionsknöpfen herumdrücken möchte. Beides geht nicht.

Falls er sich tatsächlich für das PDK entschieden hat, kann der neue Porsche 911 damit nun auch segeln - auch das hat er von seinen großen Brüdern gelernt. Damit soll sich der Verbrauch des nun 400 PS starken Carrera S im Vergleich zum Vorgänger um 14 Prozent auf 8,7 L/100 km drücken lassen.

Typisches Porsche-Gefühl auf der IAA

Doch bereits jetzt, da sich das Fahrzeug noch keinen Meter bewegt, ist klar, dass dieser Wert theoretisch bleibt. Das typische Porsche-Gefühl ist sofort wieder da, alles zum Fahren wesentliche fällt sofort in die Hand und zu keiner Zeit fürchtet man, hoch auf einem Crashnorm-optimierten Weichspüler zu sitzen.

Wobei: Ein bisschen mehr Komfort verspricht der Hersteller schon, vor allem wenn das optionale, neu abgestimmte Adaptiv-Fahrwerk geordert wurde. Ansonsten alles 911 - nur mit etwas mehr Luft, was vor allem auf den deutlichen längeren Radstand zurückzuführen ist.

Weit und breit kein Motor zu sehen

Und was kommt von hinten? Hoffentlich nur heiße Luft, also Klappe auf, wie immer mit einem Zug an der Taste auf dem linken Schweller. Und es öffnet sich - lediglich eine kleine Klappe oberhalb des von Porsche Exclusive beigesteuerten Zubehör-Bürzels. Vom 3,8-Liter-Triebwerk keine Spur, lediglich zwei Lüfterräder glotzen den Motorsuchenden an. Man habe ja ohnehin kaum noch etwas von Motor sehen können, heißt es zur Begründung von Porsche auf der IAA 2011, daher reiche diese Serviceklappe.

Das mag ja sein, aber Musikliebhaber gehen ja auch weiterhin auf Konzerte, obwohl der Klang der heimischen Stereoanlage besser ist als auf einem Open Air-Konzert. Doch selbst wer dort in der letzten Reihe steht, genießt das Erlebnis. Doch genug gejammert, das werde sicher die so genannten gusseisernen Fans zur Genüge tun - wie bei jedem neuen Porsche 911. Und warum bitte erzielen inzwischen selbst gepflegte Exemplare der einst verschmähten 996-Baureihe respektable Gebrauchtwagenpreise? Weil der Sportwagen unabhängig vom Modellwechsel eines geblieben ist -  ein Porsche.

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