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Sitzprobe im VW Nils auf der IAA 2011

Wie in einem Fliewatüüt

Sitzprobe auf der IAA 2011 in Frankfurt - Birgit Priemer im VW Nils Foto: SB-Medien 23 Bilder

Der VW Nils gehört auf der IAA 2011 zweifellos zu den echten Showstellern. Doch was von außen originell anmutet, muss innen nicht unbedingt bequem sein. Wir haben es mit einer Sitzprobe getestet.

20.09.2011 Birgit Priemer

Vor einem Auto in die Knie zu gehen, ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Das wirkt nach Fetisch, nach einem irrealen Verhältnis zueinander. Beim VW Nils ist das anders. Nicht nur, weil er politisch korrekt als E-Mobil unterwegs ist. Sondern, weil man sonst gar nicht so einfach hineinkäme. Der Einsitzer öffnet seinen Flügel nach oben und bittet seinen Fahrer zum Einstieg hinunter. Am besten mit dem Po zuerst hinein, der Rest kommt von alleine hinterher.

VW Nils 1:11 Min.

Wohlbehütet unter einer Glaskuppel

Plumps, denkt man noch so bei sich und findet sich schwupp-di-wupp schon in einer ganz anderen Welt wieder. Wenn man den Flügel per Strippe wieder runtergezogen hat und die Glaskuppel schließt, dann fühlt man sich im ersten Moment wie in einem Fliewatüüt. Doch das konnte fliegen, schwimmen und wie ein Auto fahren. Nils kann nur fahren. Und das angeblich richtig handlich und agil.

Der VW Nils soll im Prinzip eine Antwort auf drängende Mobilitätskonflikte geben: Wie bekomme ich die Blechlawinen aus den Megacitys heraus, wie sorge ich für  gute Luft in der Innenstadt. Wobei: Für einen Einsitzer ist VW Nils verdammt groß. Mit 3,04 Meter ist er länger als ein Smart (2,70 Meter), der immerhin Platz für zwei bietet. Auch die freistehenden Räder der 1,40 breiten Studie mit Alu-Space-Frame brauchen Platz und wirken auf den ersten Blick so, als ob sie im Großstadtdschungel schon mal gerne an einer Mülltonne oder einem Fahrrad hängen bleiben würden. Als Fahrer würde man es immerhin gut beobachten können, denn die Seiten bestehen überwiegend aus Glas und sind nur durch eine seitliche Beplankung unterbrochen. Der Innenraum ist extrem schlicht gestaltet, in der Mitte das Lenkrad, rechts ein kleiner Bildschirm, über den die Multimedia-Einheit gesteuert wird, die Bordanzeigen direkt vor dem Auge des Fahrers, der auf einem Schalensitz bequem untergebracht ist. Auch die Kopffreiheit reicht aus, wenn man nicht gerade 1,95 Meter misst.

Antrieb über E-Motor

Hinter ihm surrt der 15 kW starke E-Motor, der gut ist für eine Reichweite von 60 Kilometern. Keine Frage: Beim VW Nils handelt es sich um ein reines Stadtmobil, das im hinteren Teil der Kabine noch ein kleines Fach hat, in das immerhin eine Wasserkiste und eine Sporttasche passen. Mit allen Wassern gewaschen - das sind ja bekanntlich viele Modelle des VW-Konzerns.

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