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Sitzprobe Mazda MX-5

Nummer 4 passt wie angegossen

Mazda MX-5 Foto: Mazda 57 Bilder

Barcelona, 4. September, 3 Uhr morgens: Wusch, das Tuch verschwindet, da steht er, der neue MX5, die vierte Generation des erfolgreichen Mazda-Roadsters.

03.09.2014 Heinrich Lingner

Der erste Eindruck: Mutig!

Gleichzeitig wuscht es in Japan und Kalifornien, denn der Mazda MX-5 wird simultan auf drei Kontinenten enthüllt, der wahre Grund für die ungewöhnliche Uhrzeit. Dabei hat er solchen Zinnober gar nicht nötig, der seit 1989 produzierte Roadster ist ein japanischer Klassiker, weltweite Aufmerksamkeit wäre ihm gewiss, selbst wenn er - sagen wir - vormittags um halb elf auf dem Wochenmarkt von Bad Kreuznach enthüllt würde.

Der erste Eindruck: Selten lag die Fachwelt mit ihren Computerretuschen-Profis so falsch wie diesmal beim Mazda MX-5 (>>> hier geht's zur Neuvorstellung). Keines der vielen Bilder, die in den letzten Monaten durch die Presselandschaft geisterten, kommt dem echten MX-5 wirklich nahe. Mutig, mit neuen, strengeren Linien, ernst blickenden Scheinwerfer-Augen und säbelförmigen Tagfahrlichtern steht er im Scheinwerferlicht.

Das Heck ist etwas hoch

Von hinten scheint ein Hauch von BMW Z4 durchzuscheinen, das Heck ist kurz und knackig, allerdings etwas hoch. Immerhin muss hier ja Platz für das Verdeck und einen ausreichend bemessenen Kofferraum geschaffen werden.

Dennoch, unverkennbar ein Mazda MX-5, die Proportionen sind geblieben, auch wenn das gesamte Auto deutlich stämmiger, maskuliner wurde. Vermutlich gingen die meisten Anwesenden hohe Wetten ein, dass der Roadster in sämtlichen Dimensionen einige Millimeter größer wurde, das Gegenteil ist der Fall. Ein paar Millimeter weniger Radstand, 10 Zentimeter kürzer, ein wenig niedriger, etwas breiter ist er. Und noch ungewöhnlicher: deutlich leichter soll er sein. Rund 100 kg weniger, verspricht Mazda, also knapp unter 1000 kg.

Kein Diesel im MX-5, dafür bleibt der simple Verdeckmechanismus

Sehr zugeknöpft geben sich die Mazda-Entwickler bei weiteren Details. Zwei Motoren soll es vorerst geben, mit rund 130 und 160 PS, Skyactiv-Benziner mit 1,6 und 2,0 Liter Hubraum, jeweils mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Bekanntlich muss die Basisversion bisher mit fünf Gängen auskommen. Eine Sechsstufen-Automatik soll künftig in einigen Märken verfügbar sein, ob auch in Europa ist ungewiss. Unwahr sei, so heißt es, auch jenes Gerücht, wonach der kleinere Skyactiv-Diesel auch in den MX-5 Einzug halten wird. Ungewiss auch, ob es wie beim Vorgänger der dritten Generation eine Version mit automatisch einklappendem Hardtop geben wird.

Die habe sich weltweit nicht so brillant verkauft, heißt es. Nicht so in Deutschland, da entfällt rund die Hälfte der verkauften MX-5 auf die Hardtop-Version. Geblieben ihm allerdings die genial einfache Verdeckkonstruktion, bei der nicht einmal extrem Verwöhnte die elektrische Betätigung vermissen. Das Entriegeln, Hochheben und mit lässiger Armbewegung zurückklappen funktioniert im neuen Mazda MX-5 der vierten Generation genau so gut wie bei seinen sämtlichen Vorgängern.

Mazda MX-5 mit grandioser Schlichtheit im Innenraum

Ein wenig mehr Platz im Innenraum soll es geben, trotz der geschrumpften Außenmaße. Kann sein, nach wie vor schlüpft man in den Mazda wie in einen sehr passend sitzenden Anzug. Bei komplett zurückgeschobenem Fahrersitz passen selbst größere Mitteleuropäer hinters MX-5-Lenkrad. Gewohnt schlicht zeigt sich das Interieur. Es wirkt ein wenig so, als seien eher zufällig Instrumente, Schalter und Bedienhebel aus der restlichen Produktpalette im neuen Mazda MX-5 zusammengewürfelt worden, und das ist ausdrücklich aus Kompliment gemeint. Oder anders gesagt: Die Mazda-Designer widerstanden der Versuchung, die grandiose Schlichtheit des MX-5 durch ein überdesigntes, geschmäcklerisches Cockpit zu verwässern.

Einfache runde Anzeigen zur Information über Geschwindigkeit und Drehzahl sowie ein aufrecht in der Cockpitlandschaft thronender Navimonitor, Hebel und Schalter für die wenigen wirklich wichtigen Funktionen, ein kleines Lenkrad und der gewohnt knubbelige Schaltstummel auf der Mittelkonsole, mehr benötigt der MX-5-Fahrer nicht für den vollkommenen Fahrspaß.

Der Preis für den neuen MX-5: Ab 23.000 Euro

Leider fehlt der Zündschlüssel für eine erste Probefahrt, und ob sich unter der Haube überhaupt ein Motor verbirgt, ist wieder ungewiss. Denn, wie gesagt, bei Mazda gibt man sich zugeknöpft. Im dritten Quartal 2015, sprich im nächsten Sommer, soll er bei den Händlern stehen. Zu Preisen übrigens, die sich an den heutigen orientieren. Die Einstiegsversion kostet zur Zeit übrigens knapp unter 23.000 Euro.

Sollte es den Mazda MX-5 ND (die bisherigen drei Generationen werden intern NA, NB und NC genannt) tatsächlich zu diesen Preisen auf den Markt kommen, stehen die Chancen sehr gut, dass er künftig bleibt, was er ohnehin bereits ist: der erfolgreichste Roadster der Welt. Rund eine Million Exemplaren entstanden seit 1989, rund 100.000 davon wurden in Deutschland verkauft. Mit dem Neuen wird der MX-5 in der Erfolgsspur bleiben, ganz sicher.

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