Ihr Hobby ist mörderisch", dröhnte es durch den Vorspann. Wessen Hobby? Das des Selfmade-Millionärs (in den Achtziger brauchte es noch keine Milliarden) Jonathan Hart und seiner Frau Jennifer. Die Millionärs-Gattin ging gerne in einem Mercedes 380 SL auf Verbrecherjagd. Schnell, aber nicht sportlich hart, luxuriös, aber nicht überkandidelt.
Die neuste Mercedes SL-Generation soll allerdings deutlich dynamischer Ganoven einholen können, wird daher nahezu vollständig aus leichtem Aluminium gefertigt und bekommt den famosen 4,7-Liter-Biturbo-V8, der sogar der mächtigen S-Klasse auf ihre alten Tage noch Beine macht.
Mercedes SL - mehr Mercedes als Sportwagen
Innen suggeriert das unten abgeflachte Lenkrad sowie die vom Mercedes SLS entliehenen Lüftungsdüsen Sportlichkeit, scheitern dabei jedoch. Ganz klar: der SL bleibt vorwiegend ein Mercedes. Das bedeutet: Viel Platz für Fahrer und Beifahrer, große, bequeme Sitze, unzählige, fürsorgliche Assistenzsystem und auf Wunsch Zierleisten, die aus einem Klafter Edelholz gefräst wurden.
Im Gegensatz zu Jennifer muss der moderne SL-Pilot längst nicht mehr das Hardtop per Hand auf die Karosse schrauben, es faltet sich elegant in den Kofferraum. Bei unangemessenen Temperaturen bleibt es zu und lässt durch das auf Knopfdruck abdunkelbare Glaselement Licht herein.
Für die ganz Harten: Wer offen durch den Regen fährt, kann nun gefahrlos den Scheibenwischer betätigen. Die Ingenieure haben dafür gesorgt, dass dennoch kein Wasser von der Scheibe auf die Insassen gewischt wird. Jennifer wäre das egal, schließlich lebt sie in Kalifornien.






